Überall zu schnell unterwegs

Vorsitzender Josef Krauß überreichte die Urkunde der Deutschen Verkehrswacht an Josef Hofmann (von rechts). Bild: jzk

An 151 Tagen war das Temposys-Gerät der Gebietsverkehrswacht Kemnath dieses Jahr im Einsatz. Die Messprotokolle sind inzwischen ausgewertet und den Gemeinden zugestellt worden. Aufgrund der Ergebnisse sieht Vorsitzender Josef Krauß überall Handlungsbedarf.

Kemnath. (jzk) In Eisersdorf sei deshalb bereits eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Kilometer pro Stunde angeordnet worden, berichtete Krauß in der Jahreshauptversammlung im Gasthof Kormann. Das neue, 2409 Euro teure Temposys-Gerät - den Neukauf hatten Spenden der Sparkasse Oberpfalz-Nord ermöglicht - werde demnächst in Pullenreuth-Hammermühle angebracht. Es sei schmaler, verfüge über eine vierfache Batteriekapazität und könne individueller eingestellt werden.

Die Spannbänder "Tempo runter, bitte, Kinder!" werden bei Bedarf weiterhin angebracht, teilte Krauß nach der Totenehrung, besonders für Altbürgermeister Josef Schmid aus Neusorg-Riglasreuth, mit. Auf Antrag des Vorsitzenden sollen auf der neu asphaltierten Ortsverbindungsstraße Kemnath-Löschwitz durchgehende und an der Einmündung zum Zubringer nach Löschwitz eine unterbrochene Fahrbahnabgrenzungslinie aufgebracht werden. Auch der Einmündungsbereich von der Straße 2665 in die Wunsiedler Straße soll noch besser sichtbar gemacht werden.

Zuschuss für Testbögen

Die Gebietsverkehrswacht unterstützte die Anschaffung von Schülerarbeitsheften und Testbögen zur Verkehrsausbildung finanziell, ebenso die Ausgaben für die Schulbuslotsenausbildung. Polizeihauptmeister Carsten Landgraf bildete in Ebnath und Kemnath 30 neue Schulbuslotsen aus. "Dank deren Engagement war im abgelaufenen Jahr in unserem Betreuungsgebiet kein Schulbusunfall zu verzeichnen", freute sich Krauß.

Christiana Zaglmann betreute die alljährliche Verkehrslehrerkonferenz. Schriftführer Josef Götz unterrichtete fünf neunte Klassen der Realschule über das Führerscheinrecht und das Begleitende Fahren mit 17. Mit Josef Götz und Franz Zetlmeisl zeigte Krauß dort den sechsten Klassen und einer Klasse der Mittelschule die Gefahren des Toten Winkels auf.

Für ihre Präventionsarbeit im Bereich Alkohol werden der Polizeiinspektion Kemnath weiterhin Rauschbrillen zur Verfügung gestellt. Auch den Film "Ausgeträumt" zum Thema "Drogen" kann die Polizei einsetzen. Für Fahranfänger gab es das kostenlose Fahrsicherheitstraining "Könner durch Erfahrung". Interessierte können sich bei Josef Krauß, Telefon 09642/8198, anmelden.

Mit den Bauhöfen der Stadt Kemnath und der Gemeinde Neusorg kümmerte sich die Gebietsverkehrswacht um die Plakatständer an der B 22, der St 2665 und der St 2177. Sechsmal im Jahr würden dort die Plakate gewechselt. Am Ende seiner Ausführungen dankte Krauß allen, die die Arbeit der Gebietsverkehrswacht mit ihren derzeit 65 Mitgliedern unterstützen. Die Ausführungen von Kassier Hubert Krauß bestätigte Revisor Gerhard Schultes.

Die Arbeit der Gebietsverkehrswacht sei wertvoll für die Kommunen, weil sie zur Sicherheit der Bürger beitrage, betonten die Bürgermeister Werner Nickl (Kemnath) und Günter Kopp (Kulmain). Auf der Basis von Zählungen und Tempomessungen könnten wichtige Entscheidungen zur Verkehrssicherheit getroffen werden. Bürgermeister Josef Etterer (Kastl) hob die Arbeit der Verkehrslehrer und Sicherheitsbeauftragten an den Schulen hervor.

Einfädelspuren schaffen

Zur Vermeidung von Unfällen erinnerte Josef Krauß an wichtige Regeln im Straßenverkehr: unter anderem mehr Rücksicht im ruhenden und im fließenden Verkehr, rechtzeitig Fahrtrichtungsänderungen anzeigen und das verbotene Dauerparken in der Kemnather Innenstadt oder am Cammerloherplatz. Auch das Gehwegparken im Bereich der Schulstraße zur Mittagszeit schaffe Ärgernisse. Das Straßenbauamt Amberg-Sulzbach bat Krauß, an bestimmten neuralgischen Punkten Einfädelspuren anzulegen.
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