Überflüssige Fortsetzung: "Hot Tub Time Machine 2" ist eher selten lustig
Im Whirlpool durch die Zeit

Craig Robinson, Clark Duke, Rob Corddry und Adam Scott (von links) nehmen Platz im Zeitreise-Planschbecken. Bild: Paramount Pictures/dpa
Durch die Zeit zu reisen ist gar nicht so ohne. Viele Leinwandhelden können ein Lied davon singen. Denn nicht erst seit "Zurück in die Zukunft" ist ja bekannt, dass ein Sprung durch die Jahrzehnte mächtig viel Ärger einbringen kann. Will man das Missgeschick mit einer erneuten Reise mal eben ausbügeln, wird es in aller Regel nur noch schlimmer. Willkommen bei der Hollywood-Komödie "Hot Tub Time Machine 2".

Das war es aber auch mit den Parallelen zur bekannten 80er Jahre Science-Fiction-Trilogie mit Michael J. Fox und Christopher Lloyd. Im zweiten Teil der modernen Whirlpool-Zeitreise genießen Lou (Rob Corddry) und Nick (Craig Robinson) gerade die Segnungen ihres ersten übernatürlichen Trips in dem verrückten Whirlpool. Denn logischerweise haben sie mit ihrem Wissen aus der Gegenwart in der Vergangenheit den großen Reibach gemacht und leben inzwischen in Saus und Braus: Der eine lässt sich als Vater des Internets feiern und tyrannisiert die Mitarbeiter seines Mega-Konzerns. Der andere hat mit abgekupferten Superhits Millionen gescheffelt.

Es bleibt zotig

Nachdem Lou auf seiner eigenen Party angeschossen wird, sehen Nick und Lous Sohn Jacob (Clark Duke) nur einen Ausweg: Sie schleppen den Verletzten in die Zeitreise-Badewanne und nehmen kurzerhand Kurs auf die Vergangenheit, um das Unglück rückgängig zu machen. Anders als geplant landet die Chaostruppe jedoch zehn Jahre in der Zukunft.

Ein solcher Blick ins Jahr 2025 ist schon irgendwie reizvoll, aber Regisseur Steve Pink und Autor Josh Heald bleiben bei ihrer Vorstellung von Zukunft reichlich banal: Sie lassen selbstständig denkende Einheits- autos über die Straßen zuckeln und Hunde auf dem Schwebeboard Gassi gehen - auch nur eine Anspielung auf "Zurück in die Zukunft". Das war's dann schon mit der Fantasie.

Und so geht es über anderthalb Stunden im Eiltempo von einem geschmacklosen Gag zur nächsten Unanständigkeit. Und selbst echte "Hot Tub"-Fans dürften bei so mancher Pointe auf eine harte Probe gestellt werden. Denn es bleibt zotig, wirklich lustig wird es selten.

Ohne John Cusack

Nicht mehr mit von der Partie im zweiten Teil ist übrigens John Cusack, der im ersten Film noch mit auf die Zeitreise gegangen war. Dafür gesellt sich in der Zukunft dessen Filmsohn Adam Junior (Adam Scott) dazu. Und natürlich lässt er sich nicht lumpen und hüpft am Ende auch mit in den Whirlpool - Begegnungen mit den historischen Figuren Abraham Lincoln und den Gebrüdern Wright inklusive.

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Regie: Steve Pink - Mit Rob Corddry, Craig Robinson, Clark Duke, Gillian Jacobs, Chevy Chase - Musik: Christophe Beck - 93 Minuten - frei ab 12 Jahren - www.hottub2.de
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