Übler Geruch in Roggenstein

In der Ortschaft Roggenstein fand die Auftaktveranstaltung der sieben Bürgerversammlungen statt. Offensichtlich sprechen die Einwohner, die gravierende Themen auf dem Herzen haben, persönlich beim Bürgermeister im Rathaus vor. Lediglich 17 Bürger fanden sich im Sportheim ein. Bild: dob

Ein stinkender Grüngutcontainer in der Pfarrer-Kreuzer-Straße gab bei der ersten Bürgerversammlung genügend Gesprächsstoff für eine 20-minütige Diskussion mit unterschiedlichen Überlegungen für einen neuen Standort.

Karl und Beate Schühmann brachten das Anliegen vor. Jetzt wird geprüft, ob der Container neben dem Starkstrommast unterhalb der Ortschaft in Richtung Ziegelmühle abgestellt werden kann. "Dann könnte das gärende Grün vor sich hin stinken", meinte Bürgermeister Andreas Wutzlhofer. Allerdings gab es Bedenken wegen der Abfuhr. Die riesigen Schlepper hätten in diesem Bereich nicht genügend Platz, wandten etliche Roggensteiner ein.

Witziger Woldrich

Dem von Stadtrat Bernhard Kleber ins Spiel gebrachten Kläranlagenplatz wurde sofort durch Stadtratskollege Willi Woldrich eine nicht ganz ernst gemeinte Absage erteilt. "Dann liefern auch Kaimlinger Bürger auf Roggensteiner Grund ihre Gartenabfälle an", witzelte Woldrich. Wutzlhofer hofft, dass im Grüngutcontainer kein Hausmüll entsorgt werde, wenn er außerhalb der Ortschaft stehe. Angesichts der teuren Entsorgungsgebühren drohe sonst der Abzug, machte er unmissverständlich klar.

Johann Gösl berichtete von der Feierlichkeit der Einführung des neuen Finanzamtchefs in Weiden am selben Tag. Er habe dort Finanzstaatssekretär Albert Füracker angetroffen und ihn auf die geplante Reisekostenstelle in Vohenstrauß angesprochen: "Wir sind am kämpfen", habe ihn Füracker kurz und bündig entgegnet, teilte der Roggensteiner mit.

Laut Bernhard Schnupfhagn hätten Autofahrer bei der Einfahrt von der Pfarrer-Kreuzer-Straße herkommend in die Muglhofer Straße große Probleme, da Fahrzeuge wegen der engen Kreisstraßenführung fast auf der linken Seite entgegenkommen. Die schlechte Sicht in die Kreisstraße verschärfe das Problem zusätzlich. Eventuell könnte eine Spiegellösung Erleichterung bringen. Werner Lang und Rainer Wolfrath brachten den baulich schlechten Zustand des Feld- und Verbindungswegs oberhalb Roggensteins, der gerne von Spaziergängern genutzt werde, ins Gespräch. Außendienstleiter Karl Frey werde die Straße demnächst begutachten.

Entlang der Verbindungsstraße nach Ziegelmühle wünschte sich Lorenz Ermer Ausweichstellen für Fahrzeuge im Begegnungsverkehr, da sich dieser Straßenzug mittlerweile zum Unfallschwerpunkt entwickle. Allerdings würden diese Unfälle nicht bei der Polizei gemeldet, da es sich meist um Blechschäden handle, entgegnete Ermer auf Nachfrage des Bürgermeisters. Der Roggensteiner forderte auch mehr Ruhebänke im Ortsteil für ältere Leute. Thomas Helgert prangte die überhängenden Sträucher und Bäume im Althausweg an, der ausgeschnitten gehört.

Sechser im Lotto

Die Revitalisierung des alten Burgschlosses in der Ortsmitte durch einen interessierten Investor, verglich der Bürgermeister mit einem Sechser im Lotto. Allerdings müsse man erst einmal abwarten, da zunächst vom möglichen Investor die Fördertöpfe geprüft werden. Natürlich würden sich nicht nur die Roggensteiner an einer Umsetzung erfreuen. 11 000 Euro investierte die Stadt erneut für neue Spielgeräte auf dem Gelände des städtischen Anton-Ferazin-Kindergartens. Abschließend gab Wutzlhofer mit 120 328 Euro noch den aktuellen Stand des Ferazin-Erbes bekannt, der 16 000 Euro über dem Grundstockvermögen liegt. Damit wollte der Bürgermeister aber keinesfalls Begehrlichkeiten wecken.
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