Übung deckt Problem auf

Auf die öffentliche Wasserleitung alleine kann sich die Feuerwehr im Ernstfall nicht verlassen: Das zeigte sich bei einer Übung am Ortsrand von Freischweibach.

Haben wir genügend Wasser? Diese Frage sorgte für Spannung bei einer Einsatzübung, die in einer Aktionswoche sieben Feuerwehren aus dem Landkreis und aus Amberg in der Ortschaft Freischweibach vereinte. Dabei zeigte sich schnell, dass die öffentliche Leitung dort im Notfall nicht reicht.

Die Wehren aus Kastl, Pfaffenhofen, Utzenhofen und Wolfsfeld übten mit Unterstützung ihrer Kollegen aus Amberg, Hohenburg und Lauterhofen gemeinsam an einer Rinderstallung in Freischwei-bach (Marktgemeinde Kastl). 15 Minuten nach dem Alarm waren die Einsatzkräfte dort.

Die Ortsfeuerwehr Utzenhofen hatte das Szenario an der Einsatzstelle vorbereitet. Große Spannung und Aufmerksamkeit galt der Wasserversorgung für die kleine Ortschaft: Schnell war den Verantwortlichen klar, dass diese trotz der vorhandenen, öffentlichen Leitung, nicht reicht. Nur mit Unterstützung aus wasserführenden Fahrzeugen kann hier ein ausreichender Löschschutz geleistet werden. Nach den Worten der beiden Kreisbrandmeister Alexander Graf und Armin Daubenmerkl, die die Übung beobachteten, ist die Wasserversorgung bei Bränden direkt im Ort noch einen Grad schwieriger als am Übungsobjekt am Siedlungsrand.

Weitere Erkenntnisse brachten für die Verantwortlichen die Aufteilung der Leitung zur Koordinierung der verschiedenen Feuerwehren und der Einsatzleitung. All diese Dinge sollen nun im Nachgang der Übung durchgesprochen werden.

Kastls Bürgermeister Stefan Braun dankte den Feuerwehrleuten für ihren freiwilligen Dienst. Angst oder Panik müsse man vermeiden, um keine falschen Fluchtreaktionen auszulösen, betonte er. Zum Schluss spendierte die Gemeinde eine Brotzeit im Feuerwehrhaus Utzenhofen.
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