Ulrike Kick im Spitzentrio

Höchste Konzentration: Ulrike Kick reitet mit ihrem Ausnahmepferd "Ruling Pedro" einen tollen Wettkampf. bild: hfz

Im Dressur-Reiten macht Ulrike Kick so schnell nicht jemand etwas vor. Das bestätigte die 48-jährige Pferdewirtin beim Deutschen Championat der Berufsreiter eindrucksvoll.

Weiden. (otr) So kann es weiter gehen! Nachdem die für die Reitsportgemeinschaft Weiden startende Ulrike Kick zum Saisonstart bereits eine Grand-Prix-Dressur in Landshut gewonnen hatte, schlug die Weidener Amazone mit ihrem Ausnahmepferd "Ruling Pedro" beim Deutschen Championat der Berufsreiter in der "Massener Heide" richtig zu, wurde Dritte und ist damit im Kreis der besten deutschen Berufsreiter angekommen.

Heiner Schiergen heißt der Berufsreiterchampionat Dressur 2015. Der Pferdewirtschaftsmeister (Förderkreis Dressur im Kreis-Pferde), der bereits 2007 diesen Titel erringen konnte, setzte sich erfolgreich gegen seine zwei Berufskollegen durch: Vizechampion wurde Pferdewirtschaftsmeister Tobias Nabben (RSV Zur Linde e.V.), Bronze erreichte die oberpfälzer Pferdewirtin Ulrike Kick aus dem Frauenrichter Reitstall Kick.

Vor Jahresfrist musste sich Ulrike Kick mit ihrem Bayernwallach "Ruling Pedro" mir Rang sechs zufrieden geben. Bei strömenden Regen verpasste Uli Kick mit ihrem "Pedro" unter Flutlicht damals die Finalteilnahme.

In diesem Jahr zeigte die Oberpfälzerin der Konkurrenz aus dem Norden aber was eine Harke ist. Zum Turnierauftakt musste sich Kick in einer Grand-Prix-Prüfung nur dem späteren Champion Heiner Schiergen mit "Henny Hennessy" beugen und wurde Zweite. Schiergen kam auf 1039,50 Punkte (= 69,300 %); Uli Kick musste sich mit 1035,50 Punkte (= 69,033 %) nur um Haaresbreite geschlagen geben.

Nur ein Trio im Finale

Die am Samstag erneut unter Flutlicht gerittene zweite Qualifikationsprüfung war eine Dressurprüfung Kl. S*** - Grand Prix Special. Nur die besten drei Paare wurden für das am Sonntag durchgeführte Finale qualifiziert. Die 48-jährige Pferdewirtin aus Weiden erwischte mit ihrem Bayernwallach einen Sahnetag und verwies Heiner Schiergen (1073,50 Punkte) auf den zweiten Platz. Sensationelle 1090 Punkte standen am Ende auf den Wertungsbögen der Turnierrichter. Jubel im Hause Kick, denn damit war die Finalteilnahme geschafft.

Das Finale zeichnet sich dadurch aus, dass nicht nur mit dem eigenen Pferd die schwerste Dressuraufgabe geritten wird, sondern auch mit den zwei Pferden der Konkurrenten. In nur fünf Minuten Vorbereitungszeit müssen sich die Reiter auf die ihnen fremden Pferde einstellen und zeigen, dass sie auch unter diesen schwierigen Bedingungen ihr Handwerkszeug beherrschen.

Probleme mit Fremdpferden

Ulrike Kick hatte mit beiden Fremdpferden Schwierigkeiten bei den Zweier- und Einerwechseln und kam mit "Henny Hennessy" nur auf 693,50 Punkte und mit "Peppo" gar nur auf 653,50 Punkte. "Ruling Pedro" ließ bei Tobias Nabben 692,50 Punkte und bei Heiner Schiergen 713,00 Punkte zu. In der Gesamtabrechnung kam Schiergen dann auf 2240 Punkte, Nabben auf 2163,50 Punkte und Ulrike Kick auf 2100 Punkte. Drittbester Berufsreiter Deutschlands zu sein, da kann die Weidenerin mit Recht stolz darauf sein.

Einladung nach Österreich

Nachdem sich die Weidener Amazone in Fachkreisen längst etabliert hat, wurde Uli Kick für das erste Juniwochenende von der österreichischen Industriellen und Dressurolympiasiegerin von Moskau, Sissy Max-Theurer, zum international besetzten CDI-Turnier auf Schloß Achleiten bei Linz eingeladen.
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