Umbau bei vollem Unterricht

Der Bau- und Vergabeausschuss des Kreistags hat die Generalsanierung des Gymnasiums samt Dreifachturnhalle auf dem Felixberg auf den Weg gebracht. Mit neun Millionen Euro ist es das größte Hochbauprojekt des Landkreises

Neustadt/WN. (ms) Einstimmig hat das Gremium beschlossen, bei der Regierung der Oberpfalz das Raumprogramm zu beantragen. Laut Kreisbaumeister Werner Kraus geht der Landkreis von einem Bedarf von 22 Klassenzimmern, Mehrzweckraum, Aufenthaltsräumen für die Mittel- und Oberstufe, Fachräumen für Physik, Chemie, Biologie, Kunst, Informatik, Musik, inklusive fünf Instrumentalübungsräumen, aus. Dazu kommen Lehrmittelräume, Bibliothek, Lehrer- und Verwaltungsbereich, Pausenhalle, Räume für die offene und für die gebundene Ganztagsschule, sonstige Nebenräume wie Hausmeisterwerkstatt und Abstellräume sowie die Dreifachturnhalle mit Nebenräumen.

Keine Erweiterungsbauten

Die jetzt vorhandenen 26 Klassenräume würden in den kommenden Jahren - bei Rückgang der Schülerzahl - schrittweise für das wachsende Ganztagsangebot genutzt, erklärte Kraus weiter. Das Raumprogramm könne daher in dem vorhandenen Gebäude und auf den vorhandenen Flächen untergebracht werden. "Ein Erweiterungsbedarf besteht nicht."

Die Regierung hat bereits im Vorfeld ein Musterraumprogramm erstellt, das dem Landkreis als Planungshilfe dienen soll. Während Schulleitung und Landkreis von 500 Schülern ausgehen, prognostiziert Regensburg nur 450 Pennäler. In der Folge hält die Bezirksbehörde auch nur 19 statt 22 Klassenzimmer, weniger Fachräume und ein reduziertes Ganztagsangebot erforderlich.

Zurzeit besuchen 610 Jugendliche das Neustädter Gymnasium, das einzige in der Region mit einem musischen Zweig. Landrat Andreas Meier ist überzeugt, dass sich der Landkreis mit seiner Argumentation durchsetzen werde. Der Schülerrückgang auf dem Felixberg sei nicht so dramatisch wie in den meisten anderen Schulen. Der Landkreis beantragt daher die Lösung mit 22 Klassenzimmern und entsprechend mehr Fachräumen.

Bäume müssen weichen

Laut Kraus müssen bis November alle Anträge eingereicht werden, damit 2016 der Startschuss fallen kann. Die Maßnahme selbst werde nicht einfach, da der volle Unterricht parallel laufen müsse. Ein Ausweichen auf Container sei zu teuer und komme nicht in Frage. Landrat Meier geht von vier bis fünf Jahren Bauzeit aus. Der Wunsch der DJK-Basketballer, eventuell die Sanierung der Turnhalle vorzuziehen, hat kaum Chancen.

Neben der Generalsanierung des Gymnasiums erfolgt schon heuer der Bau einer neuen Heizzentrale, an die sämtliche Schulen auf dem Kulturhügel angeschlossen werden. Dafür werden noch im Februar auf einem rund 2500 Quadratmeter großen Areal zwischen Lehrer-Parkplatz des Gymnasiums und ASV-Tennisplätzen Kiefern und Fichten gefällt.

Heizzentrale und Fernwärmeleitung werden als Contracting-Modell laufen. Der Landkreis tritt nicht als Bauherr auf, sondern kauft die Wärme nur ein. Der Partner, der aus der Region kommen wird, steht noch nicht fest.
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