Umgestaltung des 530 Hektar großen Stadtwalds: Mischwald mit Naturverjüngung - 5000 Buchen und ...
Naturnaher Umbau direkt vor der Haustür

Zweiter Bürgermeister Karl Lorenz (von links), Forstamtsrat Martin Gottsche, Diplomforstingenieur Peter Naumann sowie die Bankbetriebswirte Sabine Sebarak und Alfons Stangl beim Pflanzen der ersten Bäumchen. Bild: rn
Der Eschenbacher Stadtwald ist um 5000 Buchen- und Weißtannenbäumchen gewachsen. Um ein Naturerlebnis reicher sind Mitglieder des Bergwaldprojekts, der Waldjugend und des Stadtrats. Anlass war eine Initiative der Sparda-Bank Ostbayernstiftung, die sich für den naturnahen Waldumbau engagiert.

An zwei Tagen hatte der Stadtwald unweit des Industriegebiets "Am Stadtwald" Besuch engagierter Naturfreunde. In Begleitung von zweitem Bürgermeister Karl Lorenz und Revierförster Martin Gottsche bildeten Sabine Seberak, Filialleiterin der Sparda-Bank Ostbayern in Amberg, Alfons Stangl, stellvertretender Leiter der Bankfiliale Weiden, und Diplomforstingenieur (FH) Peter Naumann vom Bergwaldprojekt e. V. die Vorhut für einen Pflanzeinsatz. Er war ein weiterer Teil des Förderprojekts zum naturnahen Umbau der heimischen Wälder.

"Palette verbessern"

Vor dem ersten Spatenstich, in diesem Fall vor dem Einsatz des Pflanzspatens, bedankte sich zweiter Bürgermeister Karl Lorenz für das Engagement der Sparda-Bank Ostbayern. Das Zusammenwirken von Freiwilligen des Bergwaldprojekts und der örtlichen Waldjugend nannte er einen wichtigen Beitrag für die Schaffung naturnaher und stabiler Wälder vor den Toren Eschenbachs.

Martin Gottsche stellte den Gästen den 530 Hektar großen Stadtwald vor, der zunehmend zu einem Mischwald mit Naturverjüngung umgestaltet wird. Im Hinblick auf die Klimaerwärmung gab Peter Naumann geradezu als Aufgabe vor: "Je artenreicher, desto stabiler ist ein Wald." Da in Bayern nahezu 60 Prozent der Bäume standortfremd sind, nannte er es als oberstes Ziel, die "Palette der Standortbäume zu verbessern". "Wir pflegen regionales Engagement", erklärte Sabine Seberak. Sie versicherte, dass die Sparda-Bank Ostbayern im laufenden Jahr "mit insgesamt 7000 Bäumen zur nachhaltigen und ökologischen Entwicklung unserer Heimat beiträgt". Seit 2012 seien bereits sechs Pflanzungen in den Wäldern Ostbayerns erledigt worden. Ihr Kollege Alfons Stangl wusste von einer weiteren diesjährigen Pflanzung im Umfeld von Burglengenfeld. "Wenn die Pflanzungen 2015 beendet sind, werden wir in Ostbayern insgesamt circa 30.000 Bäume gepflanzt haben", lautete sein Resümee. Er dankte der Stadt, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, dem Bergwaldprojekt und der Waldjugend für die fruchtbare Kooperation. Gemeinsam pflanzte das Quintett die ersten Bäumchen.

Zaun als Schutz

Am Tag darauf herrschte an gleicher Stelle reges Treiben. Diesmal gingen das Bergwaldprojekt Würzburg, die Waldjugend und Teile des Stadtrats mit den Bürgermeistern Peter Lehr und Karl Lorenz mit zusammen 50 Pflanzern ans Werk. Gottsche und Naumann gaben die Pflanzrichtung vor. Ein Zaun wird die jungen Bäume in den ersten Jahren vor Wildverbiss schützen.
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