"Unbegrenzte Möglichkeiten"

Mit seiner G-Klasse kommt Bernd Kallert durch jedes Gelände. Bild: stg

Virenwarnungen stehen fast täglich auf der Tagesordnung: Ganz hartnäckig ist der "G-Virus", der allerdings ausschließlich mit der Liebe zu einem besonderen Auto zu tun hat und nicht mit einer Krankheit oder dem PC.

Das "G" steht für Geländewagen, besser gesagt für die Mercedes-Benz G-Klasse. Viele Liebhaber dieses Modells, das seit 1979 hergestellt wird, haben sich im bundesweit tätigen Mercedes-Benz Geländewagen-Club zusammengeschlossen. Bernd Kallert aus Tremmersdorf ist Mitglied des fünfköpfigen Vorstandes und zuständig für den Bereich Technik.

"Zweck des Vereins ist es, das kraftfahrzeugtechnische Kulturgut der G-Klasse zu erhalten und den sportlichen Einsatz von Mercedes-Benz Geländewagen/SUV zu fördern", erklärt Kallert. Er selbst ist seit 2004 mit dem "G-Virus" infiziert, als er sich das erste Modell dieser Reihe angeschafft hat. Weitere folgten, denn der 47-jährige gelernte Kfz-Mechaniker ist ein Tüftler und schraubt gerne an dem Geländewagen herum. Die Familie hat zwei dieser Modelle selbst im Einsatz.

Was ist denn nun das Besondere an dem Auto? Kallert muss nicht lange überlegen: "Das Auto bietet Möglichkeiten wie kein anderes." Egal ob auf der "normalen" Straße oder im Gelände - mit dem Auto komme man überall zurecht. Seit der Erstproduktion 1979 hat sich das Modell weiterentwickelt, heute kann es normales Nutzfahrzeug, aber auch "Statussymbol" sein. Nicht gelten lässt Kallert Aussagen, wonach ein Auto wie die G-Klasse völlig unwirtschaftlich sei. "Im Gegenteil: Einmal kaufen, mehrere Jahrzehnte fahren. Wirtschaftlicher geht es gar nicht."

Regionale Stammtische

Der Club der Freunde der G-Klasse ist vielfältig aktiv: Dazu gehören Veranstaltungen, Vorführungen, Oldtimer-Messen und Schulungen, in denen die Nutzungsmöglichkeiten des Modells einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Geschicklichkeitsfahren wie Stern- und Orientierungsfahrten vervollständigen das Angebot. "Die Jugendarbeit fördern wir durch Fahrsicherheitstrainings und Geländefahrschul-Veranstaltungen", erzählt Kallert. Neben all diesen Punkten soll die Geselligkeit nicht zu kurz kommen, dafür gibt es etwa 20 Regional-Treffs, die über das ganze Bundesgebiet verteilt sind. Derzeit laufen einige Umstrukturierungen und Kallert kümmert sich um die Zusammenführung kleinerer Stammtische zu einem Regionaltreff Franken/Oberpfalz.

Eine große Club-Veranstaltung geht vom 18. bis 20. September fast vor Kallerts Haustür über die Bühne: die Jahres-Sternfahrt in Bischofsgrün und Bad Berneck. Programmteile sind unter anderem das freie Fahren auf dem Gelände in Bad Berneck, eine Roadbooktour, ein Trial-Wettbewerb, ein Offroad-Fahrkurs und die Mitgliederversammlung. Nicht zu kurz kommt das gemütliche Beisammensein.
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