Und wieder soll die Null stehen

Dominik Forster in Abwehrstellung: Der SpVgg-SV-Torwart ist seit 404 Minuten ohne Gegentor. Im Spiel gegen den SSV Jahn Regensburg II am Freitagabend könnte er seinen persönlichen Bayernliga-Rekord aus der Vorsaison (483 Minuten) verbessern. Bild: A. Schwarzmeier

Die SpVgg SV Weiden hat Appetit auf mehr: Die Schwarz-Blauen wollen am Freitagabend gegen den SSV Jahn Regensburg II ihre Serie fortsetzen und auch im achten Spiel in Folge ungeschlagen bleiben. Für einen Spieler geht es gar um einen persönlichen Bayernliga-Rekord.

Weiden. (af) Seit exakt 404 Minuten hat SpVgg-SV-Torwart Dominik Forster keinen Gegentreffer mehr kassiert - eine stolze Leistung. Damit ist der 26-Jährige nicht einmal mehr ein Spiel von seiner bisherigen Bestmarke aus der Saison 2014/15 entfernt. Denn vor Jahresfrist hatte "Mister Zuverlässigkeit" 483 Minuten lang kein einziges Mal hinter sich greifen müssen. "Ich hätte nichts dagegen, wenn es so weitergeht wie zuletzt", meint der Weidener Keeper.

Herr Forster, rechnen wir das Ganze durch. Wenn der SSV Jahn II am Freitag bis zur 80. Minute noch keinen Treffer erzielt hat, dann hätten Sie Ihren persönlichen Rekord verbessert. Ist das ein Anreiz?

Forster: "Es ist immer schön, ohne Gegentor zu bleiben. So eine Serie freut aber nicht nur mich, sondern die gesamte Mannschaft. Wir alle wollen, so lange es geht, zu Null spielen. Das ist eine Marke, an der man sich messen kann."

Sind Sie jemand, der auf Serien und Statistiken schaut?

Forster: Ich rechne schon mal die Minuten hoch, um zu sehen, wann ich den letzten Treffer kassiert habe. Das machen aber auch andere. Nach dem Schlusspfiff kommt schon mal der Co-Trainer und klopft mir auf die Schulter: 'Hey Dominik, schon wieder zu Null gespielt'. Eine solche Anerkennung freut einen natürlich."

Zuletzt gab es nach sechs Siegen in Serie ein 0:0 beim Tabellenvorletzten Würzburger FV. Da wäre Ihre Serie beinahe gerissen ...

Forster: "Ja, da hat uns der Gegner unter Druck gesetzt. Aber der eine Punkt ist in Ordnung, auch wenn wir im ersten Moment etwas geknickt waren. Aber wir können nicht jedes Spiel gewinnen. Das ist jedem klar."

Hinter dem TSV Großbardorf, der 12 Gegentreffer aufweist, hat die SpVgg SV Weiden mit 14 Gegentoren die beste Abwehr in der Bayernliga Nord. Wieso seid Ihr so defensivstark?

Forster: "Wir sind nun mal sehr gut eingespielt. Unsere Viererkette hat sich gefunden. Da ist es für den Gegner schwer, um durchzukommen. Dass wir so wenige Gegentore bekommen haben, ist aber das Verdienst der gesamten Mannschaft. Auch im Mittelfeld und Angriff wird ordentlich nach hinten gearbeitet."

Welchen Anteil hat Trainer Tomas Galasek am aktuellen Erfolg?

Forster: "Er ist nahe dran an der Mannschaft. Mittlerweile kennt er uns nicht nur als Spieler, sondern weiß auch, wie jeder als Typ tickt. Wir können mit jedem Problem kommen und mit ihm darüber sprechen. Er macht sich viele Gedanken über die Spielvorbereitung und Taktik, die SpVgg SV nimmt, glaube ich, jede Menge Raum in seinem Leben ein."

Die Top-Teams Eichstätt und Großbardorf sind acht beziehungsweise sieben Punkte weg. Geht noch etwas in Richtung Spitze?

Forster: "Wir wollen nicht abheben. Noch vor acht Wochen wären wir mit Platz sechs hochzufrieden gewesen. Wir wollen versuchen, so viele Punkte wie möglich aus jedem Spiel mitzunehmen und bis zur Winterpause Blickkontakt nach oben zu halten. So viel Ehrgeiz hat man als Fußballer."

Das hört sich so an, als hätten Sie gegen den SSV Jahn II einen Dreier unbedingt auf der Rechnung ...

Forster: "Wir spielen gegen ein relativ junges Team, das uns im Hinspiel einige Schmerzen bereitet hat. Da lagen wir 0:2 hinten und haben noch 2:2 gespielt. Die haben derzeit eine Durststrecke, wir sind gefestigt. Deshalb wollen wir versuchen, den Jahn zu Null zu schlagen."
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