Unerklärliche 20 Minuten

Marie Fiala (Nummer 25) probiert es vom Kreis. Die HSG Nabburg-Schwarzenfeld verlor gegen Mintraching überraschend hoch. Bild: rid

Die Handballerinnen der HSG Nabburg-Schwarzenfeld gestalten das Derby lange ausgeglichen und brechen am Ende total ein.

Schwarzenfeld. (söt) Herbe Pleite für die Handballerinnen der HSG Nabburg-Schwarzenfeld: Sie verloren das Derby gegen die SG Mintraching/Neutraubling am Samstag in eigener Halle mit 14:26.

Personell war die HSG-Bank gut besetzt, und den Spielerinnen war auch vor der Partie klar, dass eine Leistungssteigerung immens wichtig ist. Am Anfang der Begegnung zeigten die Damen von Trainer Wolfgang Völkl auch eine gute Leistung. Verdient gingen sie zunächst mit 5:3 in Front. In dieser Phase fanden die HSG-Damen die freien Löcher in der SG-Abwehr. Allerdings blieben danach immer wieder gute Torchancen ungenutzt und Verunsicherung machte sich breit. Die Gäste aus Mintraching nutzen diese Schwäche aus und brachten nun den Gastgeber durch einen Sechs-Tore-Lauf mit 5:9 Rückstand. Zur Pause lagen die Gastgeberinnen mit 8:13 zurück.

Die SG trifft und trifft

Obwohl Trainer Wolfgang Völkl mit der 6:0-Abwehrvariante seiner Spielerinnen ganz zufrieden sein konnte, stellte er in der zweiten Spielhälfte auf die 5:1-Variante um. Auch hier standen die HSG Damen vor allem anfangs der zweiten Halbzeit sehr sicher. Da man in dieser Spielphase auch im Angriff mehr Druck entwickelte, ergaben sich wieder neue Chancen. Die Völkl-Schützlinge konnten auf 12:14 aufholen. Was jedoch in den letzten 20 Spielminuten geschah, war fast nicht erklärbar. Fast kampflos und mit wenig Mut, überließ man den Gästen das Spiel. Die SG machte Tor um Tor, die HSG-Damen trafen nichts mehr. Entweder rannten sie sich durch Einzelaktionen fest, oder der Ball wurde zu weit von der gegnerischen Abwehr entfernt gespielt.

"Wir wussten, dass wir uns steigern mussten", sagte Trainer Völkl nachher. "Leider hat man schon nach ein paar Minuten gesehen, dass wir das an diesem Tag nicht schaffen. Erschreckend war für mich das schwache und ideenlose Angriffsspiel. Hier haben wir die Gäste zu wenig gefordert und deswegen haben sie auch verdient gewonnen."

HSG-Tore: Fleischmann 4/1, Simbeck 4/2, Fröhlich 3, Czichon 1, Kovarikova 1, Fischer 1/1
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