Ungar Kiss überragt beim Weltpokal der Kegler - Auch Deutsche erfolgreich
Mit Bahnrekord Cup geholt

Hirschau. Saskia Barth und Fabian Lutz aus Deutschland sowie Natasa Ravnic-Gasparini aus Kroatien und Norbert Kiss aus Ungarn sind die Weltpokalsieger der WBNA 2015. Überragend dabei war Norbert Kiss, der mit 694 Holz im Finale der Männer einen Bahnrekord auf der Anlage in Hirschau aufstellte. Der deutsche Meister, Mathias Weber, schied hingegen gleich im Achtelfinale gegen den Polen Nikolaj Konopka mit 2:2 bei 603:605 Kegel im letzten Wurf aus - drei Kegel fehlten Weber, der bereits für FAF Hirschau und FEB Amberg in der Bundesliga gespielt hatte.

Pechvogel des Tages war Weltrekordhalter Tamas Kiss aus Ungarn. Im Achtelfinale fegte er Tamas Tepsa (Serbien) mit 3:1 und Tagesbestleistung von 690:601 von der Bahn. Im zweiten Lauf kegelte er sagenhafte 197 Kegel mit 13 Neunern auf 30 Schub, natürlich neue Bahnrekorde. Im Viertelfinale überraschte ihn Branislav Bogdanovic aus Kroatien in den ersten beiden Läufen. Nach 194 Kegeln im dritten Lauf war Kiss wieder da. Bogdanovic behielt die Nerven und ließ Kiss im Finale nicht vorbei. Trotz 681:678 für Kiss stand Bogdanovic in dieser Weltklassepartie mit 3:1 Sätzen im Halbfinale.

Dort ließ Vilmos Zavarko aus Serbien Branislaw Bogdanovic nicht aufkommen. Mit 4:0 bei 674:629 Kegeln zog der Serbe deutlich ins Finale ein. Dank einer massiven Steigerung gegenüber den Vorrunden hievte sich Norbert Kiss aus Ungarn, der Bruder von Tamas, ins Endspiel.

Elf Holz entscheiden

Das Finale entwickelte sich von Lauf zu Lauf zur besten Partie des Turniers. Schien es anfangs so, dass Vilmos Zavarko der Chef auf den Bahnen wäre, so war Norbert Kiss nach 190 im zweiten Lauf sofort wieder da. Zavarko kämpfte verbissen, Norbert Kiss behielt die Nerven, bremste seinen Gegner immer zur rechten Zeit mit einem Neuner aus. Am Ende entschieden elf Kegel zugunsten des Ungarn.

Heiße Duelle lieferten sich die Junioren U 23. Alle deutschen Teilnehmer erreichten das Halbfinale. Nach zwei klaren Siegen schaffte als erste Deutsche Christina Neundörfer den Sprung ins Halbfinale. Saskia Barth, die sich mit der Österreicherin Julia Schweizer ein bis zuletzt umkämpftes Viertelfinale lieferte, folgte ihr. Dort entwickelten sich zwei enge Partien. Christine Neundörfer zog gegen Ursa Mejak mit 1:3 bei 592:595 Kegeln knapp den Kürzeren. Das Quäntchen Glück, das ihr fehlte, hatte Saskia Barth. Mit 3:1 bei starken 622:620 Kegeln bezwang sie Maja Djukic und stand im Finale.

Das beherrschte Saskia Barth überraschend deutlich. Ohne Satzverlust setzte sie sich gegen Ursa Mejak klar mit 4:0 bei 586:541 Kegeln durch. Fabian Lutz siegte bei den Männern der U 23 im Finale gegen Martin Rathmeier (Österreich) mit 3:1 bei 599:591. Im Finale der Frauen setzte sich Natasa Ravnic-Gasparini (Kroatien) gegen Anita Mehesz (Ungarn) deutlich ab und ließ sich kaum Kegel abjagen (621:592).

Lob für FAF Hirschau

Die Siegerehrung nahm Milan Baresevic, Präsidiumsmitglied des Weltverbandes zusammen mit dem Schirmherrn und Bürgermeister Hermann Falk vor. Viel Lob für die hervorragende Ausrichtung erhielt FAF Hirschau, verstärkt durch Kegelklubs der Region, von den Offiziellen des Weltverbands. Ausgetrickst vom eigenen Verband wurden am Samstag die aktiven Sportkegler. Der hatte parallel Punktspiele angesetzt.
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