Ungarische Kinder und Lehrer verabschieden sich nach einer Woche von ihren Pressather Gastgebern
Vor der Busfahrt fließen Tränen

Pressath. (is) Ein Schüleraustausch ist seit 1994 wesentlicher Bestandteil der freundschaftlichen Beziehung zwischen der Stadt Pressath und der Gemeinde Hortobagy in Ungarn. Eine Woche lang haben dabei Schüler Gelegenheit, das jeweilige Land näher kennenzulernen und Freundschaften zu knüpfen. Und jedes Mal gibt es beim Abschied Tränen.

Bei der offiziellen Verabschiedung der Delegation, der die Lehrkräfte Sajgo Eszter, Molnar Agnes, Samu Zsuzsa und Szentmirai Zoltan angehörten, unterstrich Rektorin Ulrike Neiser, dass in beiden Kommunen sehr viel für diese Beziehung getan werde. Sie freute sich, dass neben den Gasteltern und ihrem Kollegium auch Altbürgermeister Anton Gareis und Bürgermeister a.D. Konrad Merkl sowie der Ehrenvorsitzende des Stadtverbandes, Andreas Anger, gekommen waren. Es seien schon zahlreiche Freundschaften geschlossen worden, die über den Bereich der Schule hinausgingen.

Zeit zu schnell vorbei

Mehrere ungarische Kinder betonten, "dass die Zeit viel zu schnell vergangen ist", "dass leider nicht alle selbst gebackenen Kuchen der Gastfamilien verkostet werden konnten" und "dass die Freundschaft zwischen den Ortschaften sehr solide" ist. Auf den Punkt brachte es eine ungarische Schülerin, die an einen wunderschönen Aufenthalt erinnerte und eine Einladung nach Hortobagy aussprach.

Bürgermeister Werner Walberer freute sich, dass den Kinder und der Delegation ein abwechslungsreiches Programm geboten wurde. Alle Pressather seien bestrebt gewesen, dass sich die Gäste in der Oberpfalz wohlfühlten. Dankesworte richtete das Stadtoberhaupt besonders an die Gasteltern, die die ungarischen Mädchen und Jungs aufgenommen haben. Gleiches galt für die Familien Conny und Norbert Höfer, Anita und Franz Floth sowie Christa und Josef Rupprecht für die Unterbringung der ungarischen Lehrer. "Ihr wart gute Gastgeber", lobte er.

Walberer wies darauf hin, dass die Partnerschaft zwischen den Schulen und den Gemeinden herausragend sei. Diese Beziehung müsse beibehalten werden. Mit großer Freunde nahm er zur Kenntnis, dass auch Lehrerin Molnar Agnes die Pressather Kinder für 2016 in die ungarische Gemeinde einlud. Anschließend hatte Walberer noch eine besondere Überraschung parat.

Räte spenden

In einem der vorhergegangenen Treffen hatten die Stadträte beschlossen, das Sitzungsgeld der Weihnachtszusammenkünfte aus den Jahren 2013 und 2014 dem Schülerheim in Hortobagy zu spenden. Mit dem Geld sollten dringend notwendige Anschaffungen wie neue Betten betätigt werden, regte Walberer an.

Dass es den Besuchern gefallen hat und sich auch die Einheimischen sehr schnell an ihre Gäste gewöhnt hatten, zeigten die Abschiedsszenen. Da wurden viele Tränen vergossen, bevor sich der Omnibus auf die rund 950 Kilometer lange Fahrt in Richtung Ungarn in Bewegung setzte.
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