Ungleiches Duell in Wiesau

Die SpVgg Wiesau (rechts Timo Hollmann) gewann am vergangenen Sonntag beim SV Mitterteich II (Florian Greim, links, und Matthias Knörrer) mit 2:1. Am Sonntag empfängt die SpVgg den ATSV Tirschenreuth, die Mitterteicher treten bereits am Samstag beim FC Tirschenreuth an. Bild: hho

Bezirksliga-Absteiger SpVgg Wiesau (1./9 Punkte) hat in der Kreisliga Süd mit drei Siegen einen Traumstart erwischt. Der noch punkt- und torlose ATSV Tirschenreuth dürfte kaum in der Lage sein, die Hausherren zu stoppen.

Tirschenreuth. (kap) Trotz der unterschiedlichen Voraussetzungen erwartet Markus Pappenberger, Trainer der SpVgg Wiesau, keinen Spaziergang. Er weiß, dass angeschlagene Gegner immer gefährlich sind. Bereits am Samstag versuchen der FC Tirschenreuth (8./4) und der SV Mitterteich II (10./4), den führenden Teams auf den Fersen zu bleiben. Am anderen Ende der Tabelle stehen sich die noch sieglosen SC Mähring (16./0) und Aufsteiger FSV Tirschenreuth (13./1) gegenüber. Eine heiße Kiste, denn nur der Sieger hält Anschluss an das Mittelfeld.

FC Rehau       Sa. 15.00       TSV Konnersreuth
Gegen den Vorjahres-Zweiten erwartet FC-Trainer Ralf Bröcker einen interessanten Vergleich. Auch wenn er die Gäste zum Favoritenkreis zählt, fordert er in "seinem Wohnzimmer" drei Zähler. Ärgerlich gestaltet sich die Personallage. "Die Urlaubswelle überrollt uns förmlich." Es fallen sechs Leistungsträger aus. Nicht überbewerten will TSV-Spielleiter Christian Werner den klaren 4:1-Sieg über Mähring. Der Bezirksliga-Absteiger stelle mit Sicherheit ein ganz anders Kaliber dar. Eine Punkteteilung beim völlig unbekannten Gegner würde er sofort unterschreiben. Fraglich sind die Einsätze von Torwart Christian Neumann und Tobias Wenisch.

FC Tirschenreuth       Sa. 16.00       SV Mitterteich II
Lange Zeit benötigte der FC, um in Waldershof auf die Siegerstraße zu gelangen. "Wegen einer miserablen Chancenverwertung haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht", erinnert sich FC-Spielleiter Thomas Schramm. Mit der spielerischen Darbietung war er einverstanden. "Wir gehen bestens gerüstet in die Partie." Auf eigenem Gelände zählt für Schramm nur ein Sieg. Karl Söllner fehlt aus beruflichen, Thomas Weiß aus privaten Gründen. Laut SV-Trainer Sascha Haberkorn wirft die 1:2- Niederlage gegen Wiesau sein Team nicht aus der Bahn. "Niederlagen gehören einfach dazu. Natürlich versuchen wir, sie auszubügeln." Allerdings erwartet er ein schwieriges Spiel. Die Anfangsformation wird Haberkorn kurzfristig bekanntgeben.

SpVgg Selb 13       So. 14.00       SV Steinmühle
Kein Maßstab ist für SpVgg-Trainer Stefan Rogler der klare 5:1-Sieg über den FSV Tirschenreuth. Nur allzu gut erinnert er sich an frühere Begegnungen mit Steinmühle. "Das waren immer enge Spiele." Um vorne dranzubleiben, fordert er logischerweise einen Dreier. Da sich Armin Maisel einen Kreuzbandriss zugezogen hat, treten die Hausherren praktisch ohne Sturm an. "Auf dem komischen Platz in Selb hatten wir meistens Probleme", sagt SV-Coach Thorsten Meier. "Aber wir befinden uns im Soll und haben nichts zu verlieren." Dementsprechend locker treten die Gäste an. Wegen einiger Urlauber benennt Meier seinen Kader kurzfristig.

VfB Arzberg       So. 15.00       TSV Waldershof
VfB-Spielleiter Rainer Walter spricht von einem fast perfekten Doppelspieltag. Nicht nur deshalb erwartet von seinem noch ungeschlagenen Team den nächsten Dreier. "Vor allem kämpferisch überzeugte die Mannschaft." Trotz dreier Ausfälle sollte sie stark genug sein, den Gegner auf Distanz zu halten. Nach der desolaten Vorstellung gegen den FC Tirschenreuth sieht Gästetrainer Markus Kremser der anstehenden Partie mit Sorgen entgegen. In Arzberg hat der TSV immer hoch verloren. Auch diesmal sieht es nicht gut aus. Es fehlen acht Stammspieler.

FC Lorenzreuth       So. 15.00       TV Selb-Plößberg
Trotz der sieben Zähler wissen die Hausherren die Ergebnisse und Gegner richtig einzuschätzen. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, wohin der Weg führt. Ein besonderes Augenmerk legen sie auf die spielbestimmenden Gästeakteure Ergün Aydinli und Petr Pleva. Auch wenn vier Spieler fehlen, strebt der FC gegen den favorisierten Gast einen Zähler an. Mit einer ähnlichen Leistung wie zuletzt gegen den großen Favoriten Thiersheim will TV-Trainer Birol Yilmaz bestehen. Mit Anil Boz fehlt aber ein wichtiger Mittelfeldspieler.

TSV Thiersheim       So. 15.00       SF Kondrau
Ausgerechnet jetzt gastieren die Sportfreunde beim großen Favoriten. Dieser wird nach der Niederlage in Selb-Plößberg mit viel Wut im Bauch antreten. Nur allzu logisch, dass TSV-Vorsitzender Karl-Peter Mötsch keine Diskussion über den Spielausgang aufkommen lässt. Die Hausherren schätzt SF-Coach Jürgen Schmidkonz stärker als Rehau ein. "Wir sind krasser Außenseiter, werden uns aber zu wehren wissen. Die Punkte muss sich die Heimelf redlich erarbeiten." Verletzt fällt nur Fabian Nerlich aus.

SC Mähring       So. 16.00       FSV Tirschenreuth
Da beide Kontrahenten noch ohne Sieg am Tabellenende rangieren, wird es an der Grenze heiß hergehen. Nicht umsonst sprechen SC-Spielleiter Stefan Schneider und FSV-Coach Jürgen Ströll von einer richtungsweisenden Partie. Nur der Sieger hält Anschluss an das Mittelfeld. Außerdem haben beide Teams nach vernichtenden Niederlagen einiges zurechtzurücken. Wer diese Pleiten am ehesten weggesteckt hat, wird sich zeigen. Personell fallen die Hausherren in alte Zeiten zurück. Schneider beklagt vier Ausfälle. Die hohen Niederlagen führt Jürgen Ströll auf eine schwache Defensivleistung zurück. Vielleicht gibt der zurückkehrende Torwart Tomas Buric der Abwehr mehr Sicherheit.

SpVgg Wiesau       So. 17.00       ATSV Tirschenreuth
Schon ein Blick auf die Tabelle verrät das Leistungsverhältnis. Der Ex-Bezirksligist feierte bereits drei Siege, der Gast ging jedes Mal als Verlierer vom Platz. Trotzdem warnt SpVgg-Trainer Markus Pappenberger sein Team eindringlich. "Das Spiel gewinnt man nicht im Vorbeigehen." Martin Brunner befindet sich im Urlaub, dafür kehrt André Hollmann zurück. Nach einem klassischen Fehlstart sind die Gäste eigentlich gezwungen zu punkten. ATSV-Trainer Markus Schaumberger ist allerdings Realist genug, um sein Team in der Außenseiterrolle zu sehen. "Ich will einfach ein gutes Spiel sehen und die kaum zu vermeidende Niederlage in Grenzen halten." Jonas König ist verletzt.
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