Unmut über die Breitband-Funkmasten

Zu hitzigen Diskussionen führte der Antrag der Firma Jobst DSL an die Gemeinde auf Zustimmung zur Errichtung jeweils eines Gehäuses für die Breitbanderschließung inklusive eines Masts im Ortsteil Pittersberg. Um die eigenwirtschaftliche Breitbanderschließung machen zu können, wird Jobst DSL an folgenden drei Standorten besagte Masten aufstellen: Ortsstraße 4, Pflanzbergweg 25 und Pflanzbergweg 2/Ortsstraße 19. 2. Bürgermeister Michael Götz erklärte, dass er die Meinung vieler Pittersberger vertrete und die Erschließung nicht gut heißen kann. "Die zehn Meter hohen Masten und das Gehäuse verschandeln das Ortsbild."

Kritisch sieht Götz auch die Leistungsstärke des Internets via Richtfunk. Bürgermeister Josef Gilch und Breitbandpate Johann Vornlocher zeigten Verständnis für die Stimmen aus der Bevölkerung und versicherten, alles Erdenkliche für eine Alternativlösung in Bewegung gesetzt zu haben. Bei Übernahme des eigenwirtschaftlichen Ausbaues durch eine Firma, sind der Gemeinde jedoch die Hände gebunden, dies zeigten auch Gerichtsurteile, die Vornlocher mitgebracht hatte.

Gilch erklärte, dass sich die Firma Jobst DSL bereits die nötigen Verteilerkästen bei der Bundesnetzagentur gesichert hat, welche maßgeblich für den Anschluss in die Häuser der Bürger sind. Würde die Gemeinde die Breitbandversorgung trotz allem selbst übernehmen, dürfte der Anschluss an die Verteilerkästen nicht erfolgen, da diese Jobst DSL gehören. Mit der buchstäblichen Faust in der Hosentasche und vier Gegenstimmen stimmte der Gemeinderat dem Antrag zu.

Eine reine Formalie waren die Beschlüsse zur Widmung der Erschließungsstraßen Pflanzbergweg, Höhenweg und Zum Pfarrweiher in Pittersberg sowie der Verlängerung des Hirtenwegs in Ebermannsdorf. Auch die Entwidmung des nicht mehr benötigten Feld- und Waldweges Taschenried im Bereich Ipflheim wurde durchgewunken.

Wegen eines Achsenbruchs musste der bereits altersschwache Tandemanhänger des gemeindlichen Bauhofes ausgetauscht werden. Dem Gemeindechef blieb keine andere Wahl, als in der Sommerpause einen neuen Anhänger vorab zu bestellen. Das Gremium sah darin kein Problem, die Anschaffung des Anhängers wurde zum Angebotspreis von 3359 Euro einstimmig nachträglich genehmigt. (kne)
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