Unterirdische Stromtrasse dem Stadtrat vorgestellt
Bald voll verkabelt

In absehbarer Zeit wird auch die Leitung vom Ortsteil Sand her zum Industriegebiet Lohe und zum Rosenhof der Vergangenheit angehören. Der Strom geht in Auerbach "unter die Erde". Bild: cs
"Leute, die hier investieren, sind uns immer willkommen", sagte Bürgermeister Joachim Neuß bei der offiziellen Baustelleneinweisung im September. Inzwischen sind die Arbeiten voll im Gange und bereits entlang der B 85 bis auf Höhe der Rosenhofsiedlung vorangetrieben, in Verbindung mit dem Einbau einer weiteren Gasleitung zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit in Auerbach. Bisher steht nur eine Verteilungsstation für Gas zur Verfügung. Mit dieser zusätzlichen könnte dann eine Ringschluss gebildet werden.

Mehr Energie

Auerbach ist unter den fünf größten Maßnahmen der Bayernwerk AG innerhalb der Oberpfalz zu finden. Der Stromanbieter wird, so informierte Bürgermeister Joachim Neuß in der Stadtratssitzung, im Gemeindegebiet im Zuge einer flächendeckenden Erdverkabelung insgesamt 1,6 Millionen Euro investieren. Durch diese Maßnahme wird künftig auch mehr Energie eingespeist.

Über den Trassenverlauf der Erdverkabelung unterrichtete Bauamtsleiterin Margit Ebner die Ratsmitglieder. Dieser wird von Nitzlbuch beginnend über den Gottvaterberg zum Festplatz und weiter nach Zogenreuth geführt. Mit Verkabelung der Mittelspannungsleitung in Nitzlbuch werden der Abbau aller Dachständer in Nitzlbuch und Welluck sowie der Rückbau der Trafostation in Welluck erfolgen. In absehbarer Zeit wird dann auch die Leitung vom Ortsteil Sand her zum Industriegebiet Lohe und zum Rosenhof der Vergangenheit angehören. "Der Querschnitt der Freileitungen genügt nicht mehr den Anforderungen, daher bauen wir in die Erde", so die Aussage der Leiterin Netzbau am Bayernwerk-Netzcenter in Weiden, Katja Lindner, im Beisein des Bürgermeisters und der Bauamtsleiterin.

Für Auerbach bedeute das nicht nur eine optische Bereicherung, sondern auch zugleich mehr Leistungsfähigkeit und eine moderne Stromanbindung durch den vollständigen Abbau der Dachständer in den Ortsteilen Welluck und Nitzlbuch sowie der 20 KV-Freileitung samt Masten, hieß es damals und: "Das ist für das Landschaftsbild sehr förderlich."

Erreicht werde damit eine verbesserte Anbindung an das Umspannwerk Auerbach, der Abbau der Mittel- und Niederspannungsfreileitungen im Ortsteil Welluck, eine optische Aufwertung der Trafostation Welluck I durch Kompaktbauweise und eine deutliche Verbesserung der Ortsanbindung von Auerbach durch einen zusätzlichen Trafo. Eine Leistungsverstärkung durch mehr Einspeisung sei der Hauptgrund der Erdverkabelung, auch zum Vorteil der Gewerbegebiete, so bekräftigte die Bauamtsleiterin.

Abbau erst 2016

Über die Zukunft der Trafostation in der Pfarrstraße erkundigte sich Günter Sertl (SPD). Bürgermeister Neuß zufolge könnte diese auf halbe Höhe rückgebaut werden, wobei ein weiterer Mast dann in der Oberen Vorstadt notwendig wäre. Dem habe die Stadt aber nicht zugestimmt, erklärte Neuß. Eventuell lasse sich im Zusammenhang mit der Sanierung der Oberen Vorstadt eine Regelung finden. Bis 2015 soll die Verkabelung abgeschlossen sein, der Abbau der Freileitungen wird wohl erst im Jahr 2016 erfolgen.
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