Unterschiedliche Stimmen zu einer Trassenplanung im Gemeinderat Etzelwang
Hochwasserschutz auf Prüfstand

Neben der Energiebilanz (Bericht siehe oben) lag dem Etzelwanger Gemeinderat in seiner Oktober-Sitzung eine Kostenvereinbarung mit der Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung Etzelwang vor. Sie regelt die Finanzierung der geplanten äußeren Entlastungszufahrt zum Mühlweg.

Die Planungskosten belaufen sich auf ca. 8500 Euro. Gemeinde und Teilnehmergemeinschaft tragen sie je zur Hälfte, wie der Rat einstimmig entschied.

Für den Geschmack von Gerhard Pirner wird, wie er zu diesem Tagesordnungspunkt anmerkte, bei der Trassenplanung dem Hochwasserschutz eine zu große Bedeutung beigemessen. Er warnte vor der Errichtung eines Damms und dem damit verbundenen Einschnitt in der Talsenke. Auch den Durchlauf des Etzelbachs sah er als überdimensioniert an.

Dagegen befürwortete es Günther Renner, Aspekte des Hochwasserschutzes einzubeziehen. Philipp Wagner äußerte Bedenken, ob der Hochwasserschutz einen Zeitgewinn bringe, da die Feuerwehr ohnehin erst alarmiert werde, wenn eine Überschwemmung den Ort bereits erreicht hat. Karl Adelmann unterschied zwischen den Alternativen, der Errichtung einer Brücke, einer Furt oder eines Durchlaufs.

Willfried Schmidt stellte fest, dass sich die Maßnahme stark ausgeweitet habe. Er wollte auf den ursprünglichen Sinn und Zweck zurückkommen, eine Umgehung zu schaffen. Im Ergebnis verständigten sich die Ratsmitglieder darauf, beim Wasserwirtschaftsamt Unterlagen über die Rückhalte-Möglichkeiten anzufordern. Ernst Scharr schlug ergänzend vor, die Erkenntnisse aus dem bisherigen Hochwasserschutzkonzept heranzuziehen.

Anfang nächsten Jahres will der Gemeinderat zusammen mit den Vereinsvorsitzenden und Gruppenleitern aus dem Gemeindebereich ein Seminar besuchen. Die Kosten sind mit 90 Euro pro Person veranschlagt.

Einigkeit herrschte darüber, das Pflaster vor dem Kriegerdenkmal wieder zu verwenden. Lydia Zahner ergänzte, dass auch der Bauausschuss dies befürworte.

Unter Sonstiges teilte Bürgermeister Berr mit, dass der Haushalt 2014 den "Segen" des Landratsamts ohne weitere Stellungnahme erhalten hat. Für die Wohnung im ehemaligen Schulhaus in Etzelwang, in der Flüchtlinge untergebracht werden sollen, sei eine finanziell akzeptable Lösung für den Brandschutz gefunden worden.

Markus Wagner erkundigte sich nach dem Bescheid für die Förderung des Glasfaserleitungsausbaus. Nach den Worten Berrs ist die entsprechende Vereinbarung unterschriftsreif. Günther Renner regte an, das Hirschbachtal und den Ortsteil Buchhof mit einzubeziehen. Der Bürgermeister schlug vor, abzuwarten, wie sich die bis dato geplanten Maßnahmen auswirken, und das Weitere in einem nächsten Schritt zu prüfen.
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