Unverzichtbarer Traditionsverein

Die Maxhütte und der Bergbau brachten einst vielen Menschen in der Region Arbeit. 2. Bürgermeister Klaus Hafner bahnten sie in seiner Jugend einen bequemen Weg ins Freibad, wie er den Königsteiner Bergknappen erzählte.

2016 feiert der Bergknappenverein Königstein sein 90-jähriges Bestehen. Eine Vorschau darauf gab es bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof "Zur Post". Eine Diaschau soll mit alten Bildern an vergangene Bergbauzeiten erinnern. Die Marktgemeinde will der Verein bitten, für ein Fahnenband beizusteuern.

43 Mitglieder stark

Der Bergknappenverein Königstein zählt momentan 43 Mitglieder. Darunter sind sieben Ehrenmitglieder. Bei zahlreichen Festen 2014 zeigten sich die Bergknappen, zum Beispiel bei der 700-Jahr-Feier der Stadt Auerbach, dem 50-jährigen Jubiläum des Königsteiner Trachtenvereins, dem Bergfest auf Maffei und der Breitenstein-Wallfahrt.

Vorsitzender Manfred Stollner bedauerte, dass er im Mai 2014 zum letzten Mal das Stollenfest in Sulzbach-Rosenberg besuchen konnte. Zukünftig steht es nicht mehr im Veranstaltungskalender. "Hier hat ein großes Stück Tradition ein Ende gefunden", erklärte er.

Der Höhepunkt im Vereinsjahr war die Barbarafeier am Nikolaustag. Für gelungen befand Stollner den Beitrag von Bürgermeister Hans Koch, der - als Nikolaus verkleidet - ein selbst verfasstes Gedicht im Oberpfälzer Dialekt für die Bergleute vortrug. "Er hat den Abend zu etwas Besonderem werden lassen", sagte Stollner.

Zweiter Bürgermeister Klaus Hafner sieht den Bergknappenverein als "einen unverzichtbaren Traditionsverein". Er erinnere sich noch gut an seine Kindheit, als Erzlaster von Auerbach nach Sulzbach-Rosenberg fuhren: "Für sie war im Winter die B 85 immer sehr gut geräumt." Eine Annehmlichkeit bescherte ihm und seinen Freunden der Maxhüttenbus, der sie kostenlos von Sigras ins Freibad nach Weißenberg mitnahm.

Die anschließenden Neuwahlen bestätigten im wesentlichen die amtierende Führung. Vorsitzender Manfred Stollner und sein Stellvertreter Richard Luber, Schriftführerin Birgit Stollner und Kassier Walter Brunner setzen ihre Arbeit fort. Mit Werner und Karl Graf, Anni Specht, Johann Rösel und Franz Platzer gibt es nur noch fünf statt sechs Beisitzer. Die Kasse prüfen Hildegard Bär und Wolfgang Strobel.
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