Update für Glaube und Handy

48 Jugendlichen spendete Erzbischof Dr. Ludwig Schick (Vierter von links) aus Bamberg das Sakrament der Firmung. Mitzelebranten waren Dekan Dominik Sobolewski (Zweiter von links) und Kaplan Pater Frank Schwegler (Fünfter von links). Bilder: swt (2)

Gleich doppelten Grund für seinen Besuch in der Auerbacher Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer hatte der Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick am Donnerstagabend. Auch ein Handy war mit im Spiel.

Zunächst spendete der Erzbischof 48 Jugendlichen das Sakrament der Firmung in einem feierlichen Gottesdienst. Seit Monaten hatten sich jungen Menschen auf diesen Tag vorbereitet, begleitet von mehreren Firmhelfern, die in Gruppenarbeiten und gemeinsamen Unternehmungen den Kindern den Weg zum Glauben aufzeigten.

Wie eine App

Der Bamberger Oberhirte hatte schnell das Gehör der Jungen und Mädchen gefunden. Statt einer Predigt begab er sich zu den Firmlingen vor deren Bänke und holte ein Handy hervor. Dieses Utensil, das heute in keiner Schülertasche fehlt, verglich er mit dem Draht zu Gott. "Steht am Morgen auf und richtet ein kurzes Gebet zu ihm da oben, aktualisiert Euren Glauben, so wie Ihr Euer Handy aktualisiert."

Den Segen des heiligen Geistes verglich Schick mit einer App. Die müsse auch immer mal geupdatet werden, um auf dem aktuellen Stand zu sein. "Eueren Glauben könnt Ihr im sonntäglichen Gottesdienst updaten, rüstet Euch so für die Woche!" Zum Schluss erinnerte er die Jugendlichen noch schmunzelnd daran: Wer ein Handy im Gottesdienst dabei hat, sollte dieses nun stumm stellen.

Danach spendete er durch Handauflegen im Beisein der Paten das Firmsakrament. An seiner Seite zelebrierten Dekan Dominik Sobolewski und Kaplan Pater Frank Schwegler den Gottesdienst mit.

Segen für vier Fahrzeuge

Nach der fast zweistündigen Messe begaben sich die Jugendlichen gemeinsam mit dem Bischof zum Gruppenfoto vor die Kirche. Sie durften an seiner Seite bleiben, als er auf dem Marktplatz vier Fahrzeuge des ASB-Regionalverbandes Jura segnete. Neu angeschafft wurde hier ein Rettungswagen im Wert von 100 000 Euro inklusive Gerätschafte, der als öffentlich-rechtliches Fahrzeug in Auerbach in der Bereitschaftsstelle stationiert ist.

In den vergangenen Monaten hat der ASB aber auch noch aus Eigenmitteln zwei gebrauchte Wagen im Wert von 20 000 Euro erworben, die für die Unterstützung des Rettungsdienstes im Einsatz sind, wenn die Hauptfahrzeuge unterwegs sind. Sie werden von Ehrenamtlichen gefahren, sobald sie alarmiert werden. Eines der Fahrzeuge war der Vorgänger des neuen Rettungswagen aus Auerbach, ein anderes lief in Coburg.

Das vierte Fahrzeug, das den kirchlichen Segen bekam, ist ein Krankentransportwagen im Wert von 40 000 Euro. Dieser wurde bereits im vergangenen Herbst angeschafft. Im Beisein der Rettungskräfte des ASB, Vertretern von Polizei und Feuerwehr und der Stadt Auerbach segnete Schick die Fahrzeuge und bat um gesunde Rückkehr der Einsatzkräfte und viel Kraft bei ihrem Job.
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