Urgesteine beruflicher Bildung
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Schulleiter Dr. Wolfgang Eckstein, die Fachoberlehrer Johann Schmidkonz und Otto Hladik, sowie Diplom-Mathematiker Josef Meißner und Personalratsvorsitzender Norbert Zettl (von links) bei der Verabschiedung am Schulzentrum Wiesau. Bild: hfz
Wiesau. Langjährige Lehrkräfte verabschiedete das Berufliche Schulzentrum Wiesau. Der Fachbetreuer Bautechnik/Holztechnik, Otto Hladik , beendete nach 35-jähriger Dienstzeit seine Schullaufbahn. Er hat die Einführung des Berufsgrundschuljahres Holztechnik maßgeblich mit gestaltet. Durch seinen Einsatz scheint dies auch für die kommenden Jahre gesichert.

"Er hat sich stets mit ganzer Kraft und vollem Engagement für seine Arbeit und seine Schüler eingesetzt", hieß es bei der Verabschiedung. Besonders seine Kontakte zu Ausbildungsbetrieben sowie Lieferanten von Werkstoffen, Werkzeugen und Maschinen wurden hervorgehoben. "Er lässt Werkstätten mit topmodernen Maschinen zurück."

Als Fachlehrer für Metallberufe unterrichtete Hans Schmidkonz 37 Jahre Auszubildende aller Metallberufe. Den seit 1978 in Wiesau eingerichteten, überregionalen, länderübergreifenden Fachbereich "Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker" baute er mit zum führenden Ausbildungsstandort in ganz Deutschland auf. Seit langen Jahren hat er die Funktion des Fachbetreuers Metall inne und war bei allen wichtigen Beschaffungen der Metallabteilung federführend dabei.

Zum "Urgestein" gehörte auch Karl-Heinz Sommer , Meister im Rollladen- und Jalousiebauer-Handwerk. Er trat bereits 1979 in die Schule als nebenberufliche Lehrkraft ein. Damals war er noch bei der Firma "Glück" in Konnersreuth angestellt. Aber das eigentliche Glück hatte in diesem Fall die Berufsschule, da sie mit Sommer eine äußerst qualifizierte Fachkraft erhielt, die ihr ganzes Fachwissen dem damals erst geborenen Ausbildungsberuf des Rollladen- und Jalousiebauers wie eine Hebamme zukommen ließ.

Nach dem Mathematikstudium arbeitete Josef Meißner als Programmierer bei Siemens in Erlangen. 1987 bewarb er sich an den EDV-Schulen, die einen Lehrer mit fundierten Cobol-Kenntnissen suchten. Da er, wie er selbst sagt, keinerlei Erfahrung damit hatte, rechnete er sich eigentlich keine Chancen aus. Groß war sein erster Schrecken, als ihm dennoch die Lehrerstelle angeboten wurde. Dieser Schrecken war aber schnell verflogen. Fast 30 Jahre lang, vermittelte er den Schülern die Faszination des Programmierens.
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