Urlaub für Körper und Seele

Die Gesundheits-Philosophie eines Sebastian Kneipp ist heute noch aktuell wie eh und je. Dabei findet der "Wasser-Pfarrer" auch auf Bauernhöfen viel Gehör.

"Einfach gesund - auf Bayerischen Höfen" ist ein bayernweites Netzwerk überschrieben. Zur Jahrestagung trafen sich auf dem Adamhof in Hardeck beim "Gesundheitswirt" Helmut Schnurrer Landfrauen, die "Urlaub auf dem Bauernhof" anbieten. Dabei galt es ein umfangreiches Programm abzuarbeiten.

Nach den üblichen Regularien mit umfangreichen Berichten und Erfahrungsaustausch folgte nach einem gemeinsamen Mittagessen die Vorstellung des Betriebskonzeptes des Adamhofes. Theo Bergauer stellte in seinem anschließenden Referat über "Leben und Arbeiten in Balance" besonders heraus, dass Persönlichkeit, Professionalität und ein gutes Image der Schlüssel zum Erfolg seien.

Dr. Marlene Groitl vom Kneippverein Fensterbachtal stellte anhand der Philosophie von Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) einige Grundsätze von "Einfach gesund" vor. Sie führte dazu aus, dass im Urlaub der Mensch wie kaum einmal sonst Gelegenheit habe, die Seele baumeln zu lassen, die Welt mit allen Sinnen wahrzunehmen und die leeren Energiespeicher wieder aufzufüllen.

Ganzheitliches Denken

Eine große Hilfe dazu seien die Anwendungen nach Sebastian Kneipp. Noch heute gelte das ganzheitliche Denken Sebastian Kneipps als wegweisend für naturheilkundliche Heilmethoden und eine zeitgemäße Präventivmedizin. Im Laufe seines Lebens habe Sebastian Kneipp das Wissen über die heilende Wirkung von Heilpflanzen und Wasser mit seinen eigenen Erkenntnissen zu einer systematischen Lehre ausgebaut.

Der Naturheilkundler und Pfarrer habe so ein visionäres Lebenskonzept geschaffen, das den Menschen, seine Lebensgewohnheiten und seine natürliche Umwelt untrennbar als eine ausgewogene Einheit betrachte. Dabei stelle er die Elemente Wasser, Ernährung, Bewegung, Pflanzen und Balance in einen engen Zusammenhang.

Auf die Frage was eine gesunde Ernährungsweise ausmache, antwortet Pfarrer Kneipp: "Lasst das Natürliche so natürlich wie möglich. Die Zubereitung der Speisen soll einfach und ungekünstelt sein. Je näher sie dem Zustande kommen, in welche sie von der Natur geboten werden, desto gesünder sind sie".

Somit stehe der Name Kneipp nicht nur für wissenschaftlich fundierte naturheilkundliche Produkte und Anwendungen, er stehe in erster Linie für einen ganzheitlichen Lebensstil. Betreiber von Gesundheitshöfen könnten mit der Möglichkeit von Kneipp-Anwendungen weit mehr bieten als frische Lebensmittel höchster Güte, Entspannungs- und Sportprogramme. "Der Gast kann selbst spüren, was es heißt, sich im eigenen Körper wohl zu fühlen."

Die anschließend eingeplante Zeit zur freien Verfügung und des Entspannens auf dem Heindlhof in Poxdorf, wo ein großer Teil der Teilnehmer auch Quartier gefunden hatte, wurde dann gleich zu einer ausführlichen Besichtigung mit Führung durch die Gastgeberin Claudia Fuhrmann genutzt. Den krönenden Abschluss des Tages bildete ein gemütliches Beisammensein mit Zoigl und Brotzeiten beim Oppl in Mitterteich.

Entspannung gesucht

Der zweite Tag war mit weiteren Führungen und Besichtigungen ausgefüllt. Zunächst gab es dazu durch Gerhard Geiger, Werkleiter im Sibyllenbad, Informationen zu Vernetzung mit anderen Partnern unter anderem mit Wirten für gesundheitsbewusste Gäste und auch mit Krankenkassen. Es folgte eine Führung und Besichtigung des "Frank'n Hofes" in Neualbenreuth durch Sigrid Schnurrer mit ausführlichen Informationen zur Entstehung und Zusammenarbeit mit dem Sibyllenbad. Trotz der doch gedrängten Tagesordnung nutzten einige der Teilnehmerinnen die freie Zeit bei einem Besuch im Sibyllenbad zum Entspannen und Relaxen.
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