VdK bietet Orientierung

Die Versammlung bot für Anna Zeitler (Fünfte von rechts) die passende Gelegenheit, um verdiente Mitglieder auszuzeichnen. Auch Bürgermeister Richard Tischler (obere Reihe, Mitte) gratulierte den Geehrten. Bild: hm

Rentenfragen, Pflegeversicherung - es gibt immer mehr soziale Themen, deren Details den Laien überfordern. Eine "sichere Bank" ist hier der VdK. Die steigenden Mitgliederzahlen sprechen für sich.

Pfreimd. (hm) Ortsvorsitzende Anna Zeitler war bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof "Wilder Mann" rundum zufrieden. Vor vier Jahren zählte man noch 335 Mitglieder, jetzt sind es bereits 360 Verbandszugehörige.

Bürgermeister Richard Tischler würdigte die wertvolle Arbeit des VdK als "Anwalt der sozial Schwachen" und sagte der örtlichen Vorstandschaft seine Unterstützung zu. Anna Zeitler berichtete in ihrer Rückschau von Geburtstags- und Weihnachtsbesuchen. Ein großer Erfolg war der Zweitagesausflug nach Kaprun.

Auf aktuelle Fragen der Sozialpolitik ging dann Bernd Steinkirchner vom VdK-Kreisverband in seinem Referat ein. Sein Dank galt dem Ortsverband für die geleistete Arbeit. Steinkirchner beleuchtete die aktuellen Änderungen im Rentenrecht. Das neue Rentenpaket beinhalte Verbesserungen bei den Erwerbsminderungsrenten, der Altersrente ab dem 63. Lebensjahr und die Erhöhung der Kindererziehungszeiten für Kinder, die vor 1992 geboren sind. Ziel des VdK sei es weiterhin, die Rentenabschläge bei den Erwerbsminderungsrenten wieder abzuschaffen und die Kindererziehungszeiten vollständig auf drei Jahre pro Kind anzugleichen.

Ein bedeutsames Thema sei die Pflegeversicherung. "Die Pflegesituation in den Heimen muss sich sowohl für die Pflegebedürftigen als auch für das Pflegepersonal verbessern", forderte der Redner. Das zum 1. Januar 2015 in Kraft getretene 1. Pflegestärkungsgesetz verspreche finanzielle Anhebungen bei einigen Pflegeleistungen. Der Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit gelte nur für 24 Monate, was nicht ausreichend sei. "Es bleibt das Ziel, dass Pflege und Arbeit weiterhin besser vereinbar sind."

Bei den Krankenkassen wurde der einheitliche Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent abgeschafft. Nun könne jede Krankenkasse entscheiden, ob sie einen Zusatzbeitrag erhebt. Bei der Rentenversicherung wurde der Satz von 18,9 auf 18,7 Prozent gesenkt. Trotz verschiedener Verbesserungen warte auf den Sozialverband noch viel Arbeit, so Bernd Steinkirchner abschließend.
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