Veh entspannt ins Trainingslager

Armin Veh startet gelassen in sein zweites Engagement bei Eintracht Frankfurt. Im ersten Trainingslager will er ab Samstag vor allem die für ihn neuen Spieler kennenlernen.

Armin Vehs Sommerlaune könnte vor der Abreise ins erste Trainingslager mit Eintracht Frankfurt kaum besser sein. Zum einen sind beim einwöchigen Team-Casting im Stubaital bereits vier Neuzugänge an Bord. Zum anderen hat nicht nur der hessische Bundesligist auf dem Transfer-, sondern auch Veh auf dem Immobilienmarkt zugeschlagen. "Ich bin fündig geworden und habe eine neue Bleibe", berichtete der 54-Jährige. Das zweite Engagement am Main nach 2011 bis 2014 lässt sich für Veh also viel entspannter an. Vor vier Jahren stand er in der Vorbereitung ohne ein funktionierendes Team da, in diesem Sommer stellt sich die Situation wesentlich komfortabler dar. "Im Gegensatz zu den früheren Jahren haben wir nicht eine so große Fluktuation. Und die Spieler, die wir noch brauchen, werden wir bekommen", sagte Veh.

Neue Gesichter für Veh

In Neustift Milders will er vor allem die für ihn neuen Gesichter kennenlernen. Das sind nicht nur die vier Zugänge Stefan Reinartz (Bayer Leverkusen), Heinz Lindner (Austria Wien), Luc Castaignos (FC Twente) und David Abraham (Hoffenheim), sondern auch im Vorjahr von seinem Nachfolger und Vorgänger Thomas Schaaf geholte Profis wie Aleksandar Ignjovski oder Slobodan Medojevic.

Ein Gespräch mit Schaaf gab es übrigens nicht. Was kaum verwundert, fühlt sich Veh bei der Eintracht doch wie zu Hause. "Ich bin ja nicht neu hier", meinte er. Und in der Fußball-Philosophie gibt es ohnehin kaum Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Trainern. Veh, der in der vergangenen Saison sein Intermezzo beim VfB Stuttgart schon nach zwölf Spieltagen freiwillig beendet hatte, strotzt nun wieder vor Tatendrang: "Durch die Auszeit bin ich frisch. Das ist auch nötig für einen Trainer."

Seine Schützlinge müssen sich nicht nur wegen der hochsommerlichen Temperaturen auf schweißtreibende Tage einstellen. "Die erste Zeit wird etwas intensiver sein was die Arbeit ohne Ball angeht, weil wir eine Grundvoraussetzung brauchen, um durch die Saison zu kommen", kündigte Veh an und forderte: "Wir brauchen Leute, die richtig heiß sind."

Weil derzeit noch etliche Profis fehlen, füllt der Eintracht-Coach die Österreich-Reisegruppe mit A-Jugendspielern auf. Der Kader für die Saison soll nach seinem Wunsch nicht mehr als 23 Feldspieler plus drei Torhüter umfassen. Dringend gesucht wird noch eine Verstärkung für die linke Außenbahn. "Da brauchen wir Schnelligkeit", so Veh.

Transferpoker um Trapp

Sein Wunsch nach einer baldigen Entscheidung im Transferpoker mit Paris St. Germain um Stammtorwart Kevin Trapp könnte sich am Wochenende erfüllen. Nach "Kicker"-Informationen ist eine vierköpfige Delegation der Eintracht unter Führung von Vorstandschef Heribert Bruchhagen am Freitag nach Paris gereist, um die Wechselmodalitäten auszuhandeln. Frankfurt will zehn Millionen Euro für den Keeper, der französische Meister bietet bisher nur acht Millionen Euro. Ausgang offen.
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