Venus als Morgenstern

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Der Morgenhimmel ist im Dezember geschmückt mit hellen Planeten. Sternschnuppen regnen reichlich vom Himmel. Und der Mond "verschluckt" Aldebaran.

Im Dezember sind gegen 22 Uhr am Osthimmel bereits alle Wintersternbilder aufmarschiert. In der westlichen Himmelshälfte stehen die Herbststernbilder dann vor ihrem Untergang. Hoch in westlicher Richtung erblickt man das Pegasusquadrat, bekannt als Herbstviereck. Seine Südwestecke deutet zum Westhorizont. An der obersten Ecke hängt die Sternenkette der Andromeda. Den Platz im Zenit nimmt der Perseus ein, der Retter der Andromeda. Hoch im Osten, fast im Zenit, leuchtet die gelbe Kapella im Fuhrmann. Darunter stößt man auf die beiden Sternenketten der Zwillinge mit ihren Hauptsternen Kastor und Pollux. Hoch im Südosten sieht man Aldebaran, den rötlichen Hauptstern des Stieres, sowie die beiden auffälligen Sternhaufen der Plejaden und Hyaden. Südöstlich vom Sternbild Stier strahlt unübersehbar der Himmels-jäger Orion mit dem rötlichen Schulterstern Beteigeuze und dem bläulichen Fußstern Rigel. Der Orion ist das Leitsternbild des Winterhimmels. Tief im Südosten ist soeben Sirius im Großen Hund aufgegangen. Der bläulich funkelnde Sirius ist der hellste Fixstern am Firmament.

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Helle Planeten fehlen gegenwärtig am abendlichen Sternenhimmel. Nur der flinke Merkur zeigt sich gegen Jahresende kurz am Abendhimmel. Vom 25. Dezember bis 3. Januar 2016 kann man ihn in der fortgeschrittenen Abenddämmerung knapp über dem Südwesthorizont erspähen. Gegen 17.45 Uhr geht Merkur unter. Der Morgenhimmel ist reich geschmückt mit hellen Planeten. Venus lässt das Jahr als Morgenstern ausklingen. Sie verkürzt allerdings ihre Sichtbarkeit am Morgen drastisch. Am 1. Dezember erfolgt ihr Aufgang kurz vor 4 Uhr. Zum Jahresende erscheint der Morgenstern gegen 5.15 Uhr. Jupiter im Sternbild Jungfrau ist Planet der zweiten Nachthälfte. Zwischen Jupiter und Venus leuchtet der rötliche Mars, zurzeit der lichtschwächste in diesem Planetentrio.

Von etwa 7. bis 17. Dezember machen sich die Meteore des Geminidenstromes bemerkbar. Ihr Radiant oder Ausströmungspunkt liegt im Sternbild Zwillinge. Die Geminiden erreichen ihren Höhepunkt in der Nacht vom 13. auf 14. Dezember, wobei stündlich bis zu 120 Meteore über den Himmel huschen, auch sehr helle Objekte. Um die Weihnachtsfeiertage tauchen die Sternschnuppen des Ursiden-Stromes auf. Ihr Maximum erreichen sie in der Nacht zum 23. Dezember gegen Mitternacht. Es flammen aber nur bis zu 20 Meteore pro Stunde auf.

Am Abend des 23. Dezember bedeckt der schon fast volle Mond den hellen, orangen Hauptstern des Stieres, Aldebaran genannt. Da der Mond ohne Lufthülle ist, verschwindet Aldebaran schlagartig am Ostrand des Mondes und erscheint etwa eine Stunde später ebenso plötzlich am hellen Westrand des Mondes. Für den in Deutschland zentralen Ort 50 Grad Nord und 10 Grad Ost verschwindet Aldebaran um 19.15 Uhr hinter dem Mond und taucht um 20.20 Uhr wieder auf. Der Verlauf der Aldebaran-Bedeckung ist ortsabhängig.
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