Verbrauch sinkt: Neu rechnen

Die Wasserversorgung im westlichen Landkreis, der sich über sieben Kommunen mit Schwerpunkt Weigendorf und Etzelwang erstreckt, ist durch hohe Investitionen der letzten Jahre gut in Schuss. Die Anlagen werden auch Zug um Zug bei Bedarf erneuert, sind aber gut finanzierbar. Nötig ist allerdings die Neukalkulation der Abnahmepreise, um den Veränderungen gerecht zu werden.

Die Haushaltsplanung 2015 zeigte dies auf. Die Vertreter der sieben ans Wassernetz angeschlossenen Gemeinden mussten zum Teil größere Entfernungen zur Sitzung im Fritzenhof bewältigen. Ihnen erstattete der Verbandsvorsitzende Georg Schmid einen kurzen Bericht. So sei die Zusammenarbeit nach wie vor ausgezeichnet. Die Investitionen der vergangenen Jahre zahlten sich vor allem beim Wasserverlust aus, der von 30 auf derzeit 10 Prozent gesenkt ist. Das fast 60 Jahre alte Netz wird bei Bedarf (Rohrbrüche, öffentliche Maßnahmen) nach und nach erneuert. So wird 2016 die Sanierung der AS 38 im Bereich Penzenhof - Lehendorf erwartet. Heuer sind zwei Hochbehälter zu ertüchtigen. Die neue Leitung vom Hochbehälter Ernhüll nach Erkelsdorf wird 2016 beplant und im Folgejahr verlegt.

Aus den Rücklagen

Was für dieses Jahr anstand und noch zu bewältigen ist, erläuterte VG-Kämmerin Ingrid Plickert bei der Haushaltsberatung. Im laufenden Verwaltungshaushalt sind demnach 623 650 Euro ausgewiesen, bei den Investitionen im Vermögens-Etat 208 550 Euro. Der Überschuss von 25 450 Euro kann die Tilgungen der Kredite mit 85 000 Euro nicht decken, dafür und für die Vorhaben würden 147 750 Euro aus den Rücklagen entnommen. Ein Kredit sei nicht notwendig. Die Verschuldung mit 1,243 Millionen Euro Ende 2015 rühre noch von hohen Investitionen in Wasserförderung, Leitungen und Hochbehälter her.

Sparsames Wirtschaften sei angesagt und zu überlegen, wie man die künftigen Aufwendungen finanzieren könne. Die Verbandsräte akzeptierten dies und beschlossen Haushaltsplan und -satzung, Stellen- sowie Finanz- und Investitionsplan.

Sulzbach-Rosenbergs Verbandsrätin Marga Klameth lobte die übersichtliche Darstellung und Erläuterung des Haushalts. 2. Vorsitzender Gerhard Pirner ergänzte zur Lage, dass die Ausgaben kaum verändert werden können und man daher auf der Einnahmenseite auf die neue Kalkulation des Wasserpreises angewiesen sei. Der Verbrauch sei rückläufig und dies schlage sich natürlich bei den Einnahmen nieder. Bei künftigen Baumaßnahmen sei zu überlegen, ob man durch Herstellungsbeiträge oder Aufschlag auf den Abnahmepreis oder Kombination beider Versionen vorgehen solle.

Anlagen besichtigen

Die Abrechnungen für 2012 und 2013 mussten noch formell festgestellt werden. Die Kämmerin trug die Zahlen vor. Daraufhin erfolgte die Entlastung des Verbandsvorsitzenden. Bei den Informationen gab Schmid die Teilnahme an der Bündelausschreibung des Gemeindetags für die Strompreise 2016 bis 2019 bekannt. Er schlug vor, die Anlagen wie Brunnen und Hochbehälter bei einer Besichtigung den Räten nahezubringen. Bei Neubauten hätten die Bauherrn die Wahl zwischen einem Bauzähler oder einer Pauschalzahlung.

Birgland-Bürgermeisterin Brigitte Bachmann gab die Beschwerde der FFW Sunzendorf bekannt, dass bei einer Übung in Höfling das Wasser ausgegangen sei. Die anwesenden Wasserwarte Michael Hauenstein und Matthias Aures prüfen dies nach, halten aber das Volumen des dortigen Hochbehälters für ausreichend.
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