Verbrechen im Keller

Elke Meiler, Christine Schubert, Judith Schliermann und Ingrid Haberzeth (hinten von links) nahmen beim Krimiabend einige Thriller genau unter die Lupe. Bild: jzk

Einige gehen zum Lachen in den Keller, andere wollen dort spannende Stunden verbringen. Zu den Letzteren gehörten die Teilnehmer am ersten Kemnather Krimiabend im "KKK" (Kemnather Krimi-Keller).

Kemnath. (jzk) Den ließen sich die echten Krimifreunde nicht entgehen. Christine Schubert und Judith Schliermann hießen sie im schaurigen Krimi-Keller der Stadtbücherei willkommen. Die richtige Atmosphäre schafft dort in erster Linie das sieben Meter hohe schwarz-weiße Wandbild von Rainer Sollfrank. Darin brachte der Künstler die drei Handlungsebenen Opfer, Täter und Kommissar in Verbindung. Mit den kubischen Häuserblöcken schuf er bewusst einen Kontrast zu der dunklen Straße, auf der ein Kommissar mit weißer Kreide die Umrisse des Opfers skizziert hat. Der helle Lichtstrahl, der aus einem der Häuser darauf fällt, rückt das Verbrechen in das Bewusstsein des Betrachters.

Vier Test-Leserinnen hatten sich im Vorfeld mit acht Kriminalromanen beschäftigt und stellten sie in gemütlicher Runde vor. Für knisternde Spannung sorgte Ingrid Haberzeth mit dem Thriller "Nebelkind" von Emilie Schepp. "Spannend, aber nicht grausam", urteilte sie über den spektakulären Mord, den angeblich ein Kind begangen haben soll und den die Staatsanwältin Jana Berzelius lösen muss. Elke Meiler stellte zuerst den neuen Franken-Krimi "Drei Eichen" von Helmut Vorndran vor. Besonders schätzte sie den Humor des Autors, der als überzeugter Franke seinen Lebensmittelpunkt ins oberfränkische Bamberger Land verlegt hat. Ein wenig verworren erschienen ihr die Handlungsstränge im Kriminalroman "Verschwörung" des schwedischen Autors David Lagercrantz.

Christine Schubert hatte sich "Tu es. Tu es nicht" des britischen Autors Steve Watson und "Mörderische Angst" von der amerikanischen Autorin Linda Castillo ausgesucht. Als packenden Thriller vor exotischer Kulisse empfand sie "Das weiße Krokodil" der britischen Schriftstellerin K.T. Medina.

Judith Schliermann erzählte von den Erlebnissen des Kriminalhauptkommissars Jakob Franck. Er ist der unkonventionelle Ermittler in dem Bestseller "Der namenlose Tag" des deutschen Autors Friedrich Ani. Vom Schweizer Schriftsteller Martin Suter hatte sie in seinem aktuellen Thriller "Montecristo" geschmökert. Darin wird in der Welt der Banker, Börsenhändler, Journalisten und Politiker ein folgenreicher Finanzskandal aufgedeckt.
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