Verdi richtet Blick auf Altersarmut

Die Vertreter der 4100 in der Gewerkschaft Verdi organisierten Senioren beschäftigten sich bei ihrer Jahrestagung in Schwandorf mit den Schwerpunkten Altersarmut und Flüchtlinge.

Vorsitzender Manfred Haberzeth erklärte, dass in den westlichen Industrienationen die durchschnittliche Rentenhöhe noch bei knapp 55 Prozent des letzten Nettolohnes liege, Neurentner in Deutschland aber mit gerade noch 48 Prozent rechnen können. "Wird diese Entwicklung nicht aufgehalten, droht massenhafte Altersarmut. Deshalb gilt es das Umlagesystem zu stärken, Betriebsrenten verbindlich zu machen und daneben auch die paritätische Krankenversicherung wieder herzustellen", forderte der Windischeschenbacher. Verdi werde dazu eine breite Kampagne einleiten.

Andreas Schmal relativierte Zahlen zur Flüchtlingskrise. Von 60 Millionen Flüchtlingen weltweit suchten 2 Millionen eine Zukunft in Deutschland. Die Anrainerstaaten der Krisenregionen schultern bis zu 25 Prozent Anteil der eigenen Bevölkerung. "Eine Politik der Abschreckung verschließt die Augen vor der Not der Betroffenen. Auch Zäune helfen nicht. Es gilt, zwischen kurzfristig organisierter Hilfe und langfristigen Lösungen zu unterscheiden."
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