Verein statt Heim

Vorsitzender Helmuth Wächter zog bei der Jahreshauptversammlung des Bürgervereins Bilanz. Bürgerladen-Leiterin Monika Sebald (von links), Charlotte Goller und Elisabeth Gottsche (rechts) informierten ebenfalls über das Vereinsleben. Bild: rgr

Wenn Wehwehchen und Gebrechen zunehmen und sie sich zu Hause nicht mehr selbst versorgen können, müssen Senioren ins Heim. In Grafenwöhr soll ein Seniorenverein das künftig möglichst lange verhindern.

Gute Nachrichten hatte Bürgerverein-Vorsitzender Helmuth Wächter bei der Jahreshauptversammlung: Der Verein hat den Freistellungsbescheid zur Körperschafts- und Gewerbesteuer erhalten, er darf damit nun Spendenquittungen ausstellen. Gute Nachrichten besonders für Senioren hatte auch Elisabeth Gottsche. Sie informierte über Pläne für einen Seniorenverein.

Viel für Kinder übrig

Wächter zog zuvor eine positive Bilanz des Vereinsjahrs: Für Kinder aus sozial schwachen Familien bot der Verein das ganze Jahr Aktionen. Ostern gab es im Park eine Eieraktion und jedes Kind erhielt einen Schokohasen. Zu Nikolaus bekamen die Kinder ein Säckchen, zum Geburtstag ein kleines Geschenk. Highlight war die Bescherung an Weihnachten: "Bei der Weihnachtsfeier am Alten Forsthaus verteilte Santa Claus 80 Pakete an hilfsbedürftige Kinder, die vorher einen Wunschzettel schrieben. Die Pakete stifteten private Spender aus dem Städtedreieck, von der US-Elementary-School, der Raiffeisenbank Grafenwöhr, der Theatergruppe Grafenwöhr, der CSU und des Bürgervereins", sagte Wächter und dankte allen Spendern.

Auch die Ministranten gaben viele Süßigkeiten von der Sternsinger-Aktion an den Bürgerladen ab. Erfreulich sei auch eine Spende von 4 000 Euro gewesen, die aus der Auflösung des Vereins "Liebe kennt keine Grenzen" stammt. Der Vorsitzender Konrad Merkl hatte das Geld überreicht. Besonderen Dank für seine Unterstützung sprach Wächter den "Kolumbusrittern", unter der Leitung von James Federline sowie dem "ChorAlle" aus Hütten aus, der die Weihnachtsfeier musikalisch umrahmte.

"Der Einkaufspreis für die Kunden im Bürgerladen wurde von zwei auf 2,50 Euro pro Einkauf angehoben", informierte der Vorsitzende. Für die hervorragende Arbeit dankte der Vorstand Monika Sebald und dem gesamten Team des Bürgerladens und des Flohmarktes. Dankesworte gingen auch an die Tafel in Weiden, allen anderen Geschäften, die den Bürgerladen regelmäßig mit Waren versorgen und Astrid Blumentritt, die das ganze Jahr für Kuchen und Plätzchen sorgt.

Halbtags-Vertrag

Helmuth Wächter informierte über die Regelung zur Übernahme der Tombola des Adventsmarkts des vergangenen Jahres und dankte Christl Mößbauer und ihrem Team. Der Verein nahm kleine Veränderungen beim Logo vor. Weil die alte Kühltruhe zu viel Strom braucht, beschlossen die Mitglieder die Beschaffung einer Neuen, die 3000 Euro kostet. Außerdem erhielt Marion Reichter-Scharwalle vom Bürgerverein einen befristeten 20-Stunden-Arbeitsvertrag.

Bilanz des Bürgerladens

Vom Geschehen im Bürgerladen berichtete Leiterin Monika Sebald. "Im Jahr 2014 waren an 103 Öffnungstagen 4659 Kunden beim Einkaufen. Wir gaben 98 Kundenkarten aus", so Sebald. Dies betreffe 146 Erwachsene und 79 Kinder. Die größte Zahl stellt Grafenwöhr mit 72 Kundenkarten. Für Eschenbach wurden zwölf Kundenkarten und für Pressath 14 Kundenkarten ausgegeben. Die 22 ehrenamtlichen Helfer erbrachten 3198 Stunden, davon 1268 für den Flohmarkt. Die Helfer würden dringend neue Arbeitskleidung benötigen.

"Der Bürgerverein ist noch sehr jung, hat aber schon viel umgesetzt", lobte Bürgermeister Edgar Knobloch, der im Namen der Stadt seinen Dank aussprach. Er versprach, dass die Stadt den Verein weiterhin unterstützen wird und kündigte auch Werbung in den anderen Gemeinden des Vierstädtedreiecks an.
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