Verein "Wir helfen Nepal" sammelt Spenden für Erdbebenopfer - Auch Schulen in Gerkhutar ...
Oft Unklarheit über Schicksal der Familien

Sulzbach-Rosenberg/Gerkhutar. (oy) Es ist eine Katastrophe mit ungeahnten Ausmaßen: Das Erdbeben in Nepal hat bis dato fast 5000 Tote gefordert, der Staatspräsident schätzt die Zahl der Opfer sogar auf bis zu 10 000. Mehr als acht Millionen Menschen dürften irgendwie von den Ereignissen betroffen sein. Und die Lage ist dort vielerorts chaotisch. Helfer kommen wegen zerstörter Straßen nicht zum Einsatzort, Nahrung und Medikamente werden knapp oder fehlen ganz.

Enge Verbindungen

Über den Verein "Wir helfen Nepal" mit Vorsitzendem Manfred Härtl hat auch die Herzogstadt enge Verbindungen mit dem Land am Dach der Welt. Der Zusammenschluss hat es sich zur Aufgabe gemacht, verschiedene Projekte in Nepal zu unterstützen. Besonders bekannt ist die Om Mane Public School in Gerkhutar, die der Verein baute. Gegenwärtig werden dort 240 Kinder unterrichtet. Wie Saroj Bogati, stellvertretender Schulleiter am Montag per Messenger mitteilte, sei die Schule zwar sehr beschädigt, stehe aber noch weitgehend - allerdings zerstörte ein Erdrutsch den Schulbus.

Denkmäler zerstört

Dagegen liege die staatliche Lehranstalt völlig in Trümmern. "Der Aufbau des Schulbetriebs wird deshalb eine der nächsten Hauptaufgaben sein", berichtet Alex aus Leipzig, eine Bekannte Härtls, auf Facebook. Die 27-jährige, aus Patan stammende Nepalesin Leesa Shrestha informierte am Dienstag beim Pressegespräch, dass in der historischen Altstadt ihres Heimatortes viele Baudenkmäler teils völlig zerstört seien. Die Menschen hätten Angst vor Nachbeben, gingen nicht in ihre Häuser zurück, kampierten notdürftig im Freien.

Auch Mona Tamang (24), die im Himalayahaus in der Sulzbacher Neustadt beschäftigt ist, berichtete von großen Zerstörungen und Toten in ihrem Geburtsort Betrawati. Zusätzlich wirke der Umstand belastend, dass sehr wenige Nachrichten aus dem Katastrophengebiet wegen des instabilen Stromnetzes nach außen dringen. In ganz Deutschland tauschen Freunde Nepals deshalb die wenigen Informationen aus, um sich ein klareres Bild machen zu können. Auch Ute und Achim Bender vom Verein "Wir helfen Nepal" werben um Spenden für Gerkhutar.

Sie garantieren zusammen mit Manfred Härtl und den Helfern vor Ort, dass die Spenden zu 100 Prozent bei den Hilfsbedürftigen ankommen. (Ausführlicher Bericht folgt)

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Weitere Infos und Hintergründe zum Verein und zum Erdbeben in Nepal im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/nepal
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