Vereine suchen Chef

In Kohlberg macht es notgedrungen der Bürgermeister. Nun sucht auch die Vereinsgemeinschaft (VGM) Kaltenbrunn-Dürnast einen Vorsitzenden.

Es wird schwieriger, Ehrenämter zu besetzen. Die einen sind bereits mehrfach engagiert, andere nennen berufliche Belastung als Grund. So endete die Wahl eines neuen Vorsitzenden am Donnerstag ohne Ergebnis.

Die Vertreter der Vereine und Verbände kamen überein, noch mal in ihren eigenen Reihen nachzufragen. Sollte sich niemand finden, übernehmen gemäß dem Vorschlag von Reinhold Tafelmeyer im jährlichen Wechsel die Vereinschefs den Vorsitz. Unnötige Terminüberschneidungen hätten ihn unter anderem vor 35 Jahren veranlasst, eine VGM zu gründen.

"Sie hat sich seither speziell bei Großveranstaltungen bewährt", stellte Leiter Siegfried Bock fest. Nach 23 Jahren - je sechs Jahre fungierten Richard Gradl und Ludwig Kastner als Leiter - zwängen ihn die zeitaufwendige Pressearbeit und Warnsignale infolge Dauerstress zum Rückzug. Das in dreijährigem Turnus 2016 fällige Marktfest entfällt, weil Thomas Schönberger und Alexander Kummer als Festleiter nicht zur Verfügung stehen. Das Fest für die Bürger ist aber für 2017 geplant.

Weiter mit Marktweihnacht

"Kaltenbrunn hat ein Alleinstellungsmerkmal, und daran sollten wir festhalten", bemerkte Bock zur sechsten Auflage der Marktweihnacht am vierten Adventssonntag. Organisator Sepp Pritzl traf die ersten Vorbereitungen. Weitgehend abgeschlossen ist die Planung 2016. Besondere Ereignisse sind das 50-jähriges Jubiläum der Siedlergemeinschaft Kaltenbrunn und der KAB Dürnast sowie die Segnung des neuen Löschfahrzeugs der Feuerwehr. Bis 13.November melden die Vereine ihre Termine an CSU-Kalender@gmx.de. Zur Vermeidung von Doppelbelegungen gibt es zudem Informationen unter Telefon 384.

Gerald Wölfl stellte per Beamer das Spielplatzkonzept vor. Demnach wird der Bolzplatz "Höchfeld" geschlossen und der 2000 Quadratmeter große Spielplatz am Strassweg umgebaut und renoviert. Dies geschehe durch Eltern, Vereine sowie mit den heimischen Firmen Liedl und Lobenhofer in Zusammenarbeit mit dem Bauhof. "Jeder Verein soll nach Absprache Helfer stellen für die Eigenleistung", bat Wölfl. Noch im November seien Erdarbeiten, Fundamentschalungen und Geräteaufbau geplant.

An den Kosten von rund 10 000 Euro beteiligen sich die VGM, die Siedlergemeinschaft und die Arge "Lebender Adventskalender" mit je 500 Euro. Den Rest trägt die Gemeinde. Nach dem Winter kündigte Wölfl Restarbeiten und die Renovierung vorhandener Geräte an. Im Frühjahr steigt die Wiedereröffnung mit einem Spielplatzfest.
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