Verfolger vor Auswärtshürden

Verfolger TSV Konnersreuth wird sich wohl noch etwas gedulden müssen, bis er die Tabellenführung in der Kreisliga Süd übernehmen kann. Kaum zu glauben, dass die Sportfreunde Kondrau Spitzenreiter ASV Wunsiedel gefährlich werden.

Tirschenreuth. (kap) Aus dem Führungstrio genießt lediglich der ASV Wunsiedel (1./44 Punkte) Heimrecht. Allerdings gastiert mit den Sportfreunden Kondrau (11./24) ein Team, das im Kampf um den Klassenerhalt jeden Zähler benötigt. Unangenehme Auswärtshürden warten auf die Verfolger TSV Konnersreuth (2./41) sowie FC Tirschenreuth (3./40).

Der Tabellenzweite gastiert beim ATSV Tirschenreuth (12./24), der sich mit zuletzt zwei Niederlagen in eine prekäre Lage gebracht hat. Die Kreisstädter wollen zeigen, dass sie es auch besser können. Bezirksliga-Absteiger FC Tirschenreuth bestreitet das Derby beim abstiegsbedrohten SV Griesbach (14./19) und wird an der Grenze mit Sicherheit auf heftigen Widerstand treffen.

Am Tabellenende hilft dem SC Mähring (15./15) nur ein Sieg über den glänzend gestarteten FC Lorenzreuth (8./34), um wenigstens noch einen Relegationsplatz zu erobern.

SV Mitterteich II       Sa. 15 Uhr       FC Marktleuthen
Abgehakt hat SV-Trainer Sascha Haberkorn nicht nur die 0:1-Niederlage in Lorenzreuth, sondern auch das Rennen um die Meisterschaft. Die Bemühungen jedoch werden nicht eingestellt, denn er will am Saisonende wenigstens unter den ersten Fünf landen. Personalnöte führten zur letzten Niederlage und eine Besserung ist nicht in Sicht. "Die Sorgen in der Landesliga-Mannschaft betreffen automatisch die Zweite", weiß Haberkorn. Wer gegen den Tabellenletzten aufläuft, entscheidet sich kurzfristig. Der FC gab mit dem 4:2-Sieg über den ATSV Tirschenreuth ein Lebenszeichen von sich, wird es aber trotzdem schwer haben, die Liga zu halten. "Wir reisen komplett an, benötigen aber eine Riesenportion Glück, um einen Zähler zu entführen", bleibt FC-Trainer Marc Sommer auf dem Boden.

SV Steinmühle       So. 14 Uhr       TV Selb-Plößberg
"Wichtig waren die drei Zähler", blickt SV-Trainer Thorsten Maier auf den ungefährdeten 3:1-Sieg über den SV Griesbach zurück. "Spielerisch muss meine Mannschaft noch zulegen." Mit 34 Punkten befindet sich sein Team jenseits von Gut und Böse. Den einen oder anderen Platz will er noch gutmachen. Mit dem Gast verbinden Maier gute Erinnerungen. "In der Vorrunde gelang uns nach einer guten Leistung ein 1:1." Gegen die Oberfranken steht dem SV-Coach ein unveränderter Kader zur Verfügung. Den Spielausfall vor Wochenfrist nutzte TV-Trainer Daniel Micklisch, um den Gegner zu beobachten. "Die Aufgabe ist durchaus lösbar. Ein Punkt ist das Minimalziel", sieht der er dem Spiel zuversichtlich entgegen.

SV Griesbach       So. 14 Uhr       FC Tirschenreuth
Die 1:3-Niederlage in Steinmühle hätte es laut SV-Spielleiter Benjamin Schmidt nicht gebraucht. Drei Standards führten zu den Gegentreffern. Nun steht das Derby gegen den Bezirksliga-Absteiger an, auf das alle Spieler heiß seien. "Wir sind zwar Außenseiter, werden den Gästen aber das Leben so schwer wie möglich machen. Vielleicht gelingt uns eine Leistung wie in der Vorrunde, als wir nur knapp mit 2:3 verloren." Die Anfangsformation wir kurzfristig bekanntgegeben. Drei geschenkte Tore für den Gegner sah FC-Vorsitzender Josef Trißl im Spitzenspiel gegen Wunsiedel. Aber der Auftritt seiner Mannschaft hat ihm gefallen. "Wenn wir im Rennen um die Meisterschaft dabei bleiben wollen, ist ein Sieg im Derby Pflicht." Spielleiter Huberth Rosner zeigt Respekt vor der heimischen Offensive, fordert jedoch wie sein Vorsitzender einen Dreier.

SpVgg Selb 13       So. 14 Uhr       TSV Waldershof
"Gegen einen robusten Gegner tut sich meine Mannschaft einfach schwer", blickt SpVgg-Trainer Stefan Rogler auf das 1:1 in Kondrau zurück. "Schwer enttäuscht bin ich von der Einstellung in der zweiten Halbzeit, als sie einfach aufgehört hat, Fußball zu spielen." Auch gegen die abstiegsbedrohten Gäste wird die SpVgg erneut kämpferisch gefordert werden. TSV-Coach Markus Kremser erwartet eine schwere Aufgabe. Gerne würde er erfolgreich nachlegen, aber es fehlen weiterhin fünf Leistungsträger. "Wir reisen als krasser Außenseiter an. Aber wir versuchen alles, um nicht wie beim 0:5 in der Vorrunde unter die Räder zu kommen. Vielleicht reicht es zu einem Zähler."

ASV Wunsiedel       So. 15 Uhr       SF Kondrau
Eine schwache Spitzenpartie sah ASV-Trainer Udo Schnurrer beim 3:3 in Tirschenreuth. "Mit dem Punkt kann ich leben, aber jetzt müssen wir einen Dreier nachlegen. Immerhin steht die Tabellenführung auf dem Spiel." Gegen seinen Ex-Verein fallen Neuzugang Mitko Angachev und drei weitere Leistungsträger aus. Für den Kollegen Jürgen Schmidkonz ist es das leichteste Spiel in dieser Saison. "Wir haben nichts zu verlieren. Der Druck lastet eindeutig auf den Hausherren. Über 90 Minuten versuchen wir, sie zu ärgern. Die Punkte wird sich der Tabellenführer redlich verdienen müssen", verspricht Schmidkonz. Bis auf Urlauber Sebastian Zintl und den erkrankten Yannick Schiml steht ihm der komplette Kader zur Verfügung.

VfB Arzberg       So. 15 Uhr       TSV Thiersheim II
Trotz der Niederlage in Waldershof sah VfB-Trainer Robert Nothhaft eine ordentliche Leistung seiner Mannschaft. Im Derby jedoch wird sie eine Schippe drauflegen müssen. Weiterhin fehlen einige Stammspieler. Schwer einzuschätzen ist für TSV-Vorsitzenden Karl-Peter Mötsch der Gegner, bei dem Licht und Schatten wechseln. "Wenn er gut drauf ist, bekommt jede Mannschaft Probleme." Mit einem unveränderten Kader peilt er wenigstens eine Punkteteilung an.

ATSV Tirschenreuth       So. 16 Uhr       TSV Konnersreuth
Zwei Niederlagen in Folge brachten die Hausherren in eine prekäre Situation. "Das waren miserable Auftritte", ist Trainer Markus Schaumberger schwer enttäuscht. Nun befindet sich die Heimelf in Zugzwang. Nur ein Sieg hilft, um aus dem Tabellenkeller herauszukommen. "Eigentlich wäre eine Revanche für die 0:7- Hinspielniederlage fällig. Aber das ist in der momentanen Verfassung fast unmöglich." Es fehlen die verletzten Rüdiger und Alexander Rahn. Die unfreiwillige Pause ist für TSV-Spielleiter Christian Werner kein Nachteil. Im Gegenteil: "Die Konkurrenten haben für uns gespielt." Nicht gefallen haben ihm jedoch die zwei Niederlagen der Hausherren. "Die werden alles daransetzen, sich zu rehabilitieren. Auf uns wartet ein Kampfspiel." Der Einsatz von Simon Hecht ist fraglich, Patrick Franz fällt wegen einer Schambeinentzündung aus.

SC Mähring       So. 16 Uhr       FC Lorenzreuth
Trotz der miserablen Lage gibt die Heimelf nicht auf. "Unser Ziel bleibt ein Relegationsplatz", zeigt sich SC-Spielleiter Stefan Schneider kämpferisch. Dazu muss unbedingt gepunktet werden. Nicht vergessen hat Schneider die 1:6-Abfuhr aus der Hinrunde, die förmlich nach einer Revanche schreit. Eine positive Seltenheit vermeldet er in Sachen Personal. "Nach langer Zeit steht der komplette Kader zur Verfügung." Auf dem kleinen Platz in Mähring erwartet FC-Trainer Fabian Leeb erbitterte Gegenwehr. "Ich weiß aber, dass wir die bessere Mannschaft sind." Er ist zu Umstellungen gezwungen, da Kapitän Krull angeschlagen ist und die A-Junioren nicht zur Verfügung stehen. Ziel ist es, einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt zu tun.
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