Verheerendes Treffen im Wald

Alle Hände voll zu tun hatten die zahlreichen Helfer von Feuerwehr und Rettungsdienst, um auf der engen Kreisstraße zunächst die Opfer aus den beiden Wracks zu bergen und sie hinterher intensiv medizinisch zu versorgen. Bilder: gf (2)

Zuhause sind sie in nahen Dörfern: Der 32-Jährige steuert einen Seat Ibiza, das ältere Ehepaar sitzt in einem Subaru-Kombi, als sie am Samstag auf der schmalen Kreisstraße AS 37 in einem Wald zwischen Holnstein und Neukirchen plötzlich frontal aufeinandertreffen. Mit verheerenden Folgen: zwei Schwerstverletzte, erhebliche Prellungen beim dritten Opfer, Großeinsatz der Rettungsdienste.

Herrliches Wochenend-Winterwetter - der eine oder andere Langläufer zog auf der nahen Loipe seine Runden. Und dann der unvermittelte Knall vom Aufeinandertreffen zweier Autos aus dem Waldstück heraus.

Wie an der Unfallstelle zu vernehmen war, dürften der Subaru-Fahrer (79) und seine Ehefrau (74) auf dem Beifahrersitz von ihrem Heimatort aus zum Kaffeetrinken in Richtung Neukirchen unterwegs gewesen sein. Gerade eben, als der linksseitige Baumbewuchs in ein Waldstück übergeht, zog das Unglück im Kurvenverlauf herauf: in Gestalt des Richtung Holnstein rollenden Seat, in dem der Fahrer alleine saß. Was dann ursächlich dafür war, dass es zur heftigen Kollision kam, hierzu wollten sich die aufnehmenden Polizeibeamten auf keine Spekulationen einlassen. Sie forderten einen Sachverständigen an, der danach reichlich zu tun hatte. Die Straße blieb deshalb in diesem Abschnitt weit über drei Stunden gesperrt.

Zuvor hatten rund 60 Kräfte der Wehren aus Neukirchen, Königstein, Holnstein und Sulzbach Schwerstarbeit geleistet, koordiniert von Kreisbrandinspektor Peter Deimelt und Kreisbrandmeister Hans Sperber. An deren Seite war angesichts der ersten Alarmmeldung - "schwerer Verkehrsunfall, mehrere Personen eingeklemmt" - auch Kreisbrandrat Fredi Weiß. Zugleich rückten mehrere Rettungsfahrzeuge mit ihren Besatzungen sowie die Hubschrauber Christoph 27 aus Nürnberg und Christoph 80 aus Weiden-Latsch an.

Die Helfer stießen in dem Waldstück bei tiefstehender Wintersonne auf ein erschreckendes Bild: zwei völlig demolierte Wracks, aus denen die Fahrer jeweils mit Spreizern befreit werden mussten. Mit einer Reihe von Prellungen kam die Rentnerin aus dem Subaru relativ glimpflich davon. Sie wurde ins St.-Anna-Krankenhaus nach Sulzbach-Rosenberg gebracht. Um ihren weit mehr betroffenen Ehemann kümmerte sich die Christoph 80-Crew, die letztlich die Einweisung ins Amberger Klinikum St. Marien auf dem Straßenweg veranlasste. Der ebenfalls schwerstverletzte Seat-Fahrer schließlich wurde ins Klinikum Nürnberg-Süd geflogen. Bei beiden schlossen die Mediziner Lebensgefahr nicht aus. Die Polizei in Sulzbach-Rosenberg sucht nach Zeugen (Tel. 0 96 61/87 44-0).
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