Verjüngtes Team holt Punkt

Das Bild spricht Bände, Etzenrichts Trainer Michael Rösch war aufgrund der zahlreichen Ausfälle seines schmalen Kaders nahe dran, selbst das Trikot überzuziehen, denn er hatte beim ASV Cham schon vier junge Spieler aus der eigenen Reserve zum Einsatz gebracht. So gesehen, ist das 0:0 als großer Erfolg zu werten. Bild: war

Die Nullnummer des SV Etzenricht beim ASV Cham verdient wegen der verschärften Personalsituation großen Respekt. Es hätte nicht viel gefehlt und Trainer Michael Rösch hätte selbst eingreifen müssen.

Cham. (war) Der vor wenigen Tagen weiter verpflichtete Trainer hatte seinen Namen bereits auf dem Spielberichtsbogen eingetragen. Denn es stand mit Patrick Beßenreuther (20) bereits ein Debütant aus dem Kreisklassenteam in der Startelf. Michael Schmid (22) spielte erstmals von Beginn an, Tobias Wurmitzer (20) und Felix Bruckner (21) kamen in der zweiten Halbzeit zu ihrem ersten Einsatz in der Landesligamannschaft. Durch Nachwehen ihrer Grippeerkrankungen fielen Tobias Plössner und Andreas Schimmerer aus, Marco Lorenz plagten muskuläre Problemen und Hans Pötzl arbeitet ebenso wie Florian Nittke seinen Trainingsrückstand auf. In Cham fiel noch Thomas Schärtl in der Schlussviertelstunde verletzt aus.

Kompliment von Rösch

"Kompliment an meine Mannschaft, die es verstanden hat, dass nicht ausschlaggebend ist, wer auf welcher Position spielt, sonder dass man durch Disziplin, Leidenschaft und enormen Einsatzwillen als geschlossene Einheit Erfolge erzielen kann", wertete Rösch die Gesamtleistung. "Jeder ist am Samstag an seine Leistungsgrenze gegangen, daher ist der Punkt absolut verdient".

Natürlich war die umgestellte Deckung in den Anfangsminuten etwas verunsichert, fand sich aber rasch. Rösch beorderte Klaus Herrmann in die Viererkette und dieser Umbau wirkte sich positiv, stabilisierend aus. Mit 3:1-Chancen, eine unbedingt zwingende war nicht dabei, wurden die Seiten getauscht.

Aus einer kompakten Abwehr heraus sicherten sich die Gäste den auch aus der Sicht von ASV-Trainer Uwe Mißlinger gerechtfertigten Zähler. SVE-Keeper Michael Heisig zeigte sich von seiner besten Seite. Mit einem Distanzschuss von Schärtl und einem Kopfball von Beßenreuther gelangte die Rösch-Elf auch zu zwei durchaus nennenswerten Gelegenheiten für einen Lucky Punch im zweiten Spielabschnitt.

Drittes Remis für SVE

Für den SVE war dies das dritte Unentschieden im diesjährigen Restprogramm, im Übrigen auch im direkten Aufeinandertreffen der beiden Konkurrenten die dritte Punkteteilung. Wie notwendig jeder Punkt ist, zeigt der Blick auf die gesamte Wettbewerbssituation im unteren Tabellendrittel der Liga. Der SVE hat bei fünf Siegen und vier Unentschieden nur eines der letzten zehn Spiele verloren und nimmt neun Spieltage vor Saisonende und 31 Punkten noch den Relegationsplatz 14 ein.
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