Verjüngungskur

Die Rochade ist geglückt. Der eine geht, der andere kommt. Lautlos. Die Feuerwehr hat einen neuen Jugendwart.

Nach sechs Jahren als Feuerwehr-Jugendwart beschloss Robert Rappl, kürzer zu treten und seinen Posten in jüngere Hände zu geben. Johannes Kiesl erklärte sich spontan bereit, in seine Fußstapfen zu treten und die anspruchsvolle und zeitaufwendige Aufgabe zu übernehmen. Für diese unkomplizierte Bereitschaft außerhalb des Wahlmodus bekam der junge Mann Dank von den Verantwortlichen.

Kommandanten Stefan Meyer lobte jedoch auch Rappl. In den sechs zurückliegenden Jahren konnte sich Meyer stets auf den Jugendleiter verlassen. Für die anstehenden Abnahmen wie Jugendleistungsspange, Jugendflamme oder Wissenstest bereitete Rappl seine Jugendlichen stets bestens und sorgfältig vor. "Du hast den jungen Leuten dein Wissen weitergegeben, damit sie später als ausgebildete Feuerwehrleute in den aktiven Dienst übernommen werden konnten."

Mit einem ganz persönlich entworfenen Fotokalender und einem kleinen Präsentkorb dankte der Kommandant Rappl, der sich nun in hintere Reihen mit weniger Arbeitsaufwand und vor allem geringeren Freizeitopfern zurückzieht. Rappl habe die Jugendarbeit im Ortsteil wie kaum ein anderer geprägt, unterstrich ebenso Kreisbrandmeister Martin Weig. An die Jugendlichen appellierte er, die älteren Mitglieder als Vorbilder für die Vereinsarbeit zu nehmen. Rappl wünschte er vor allem Gesundheit für seine anstehenden Pläne. Die Waldauer Wehr kann auf 197 Mitglieder, darunter 8 Ehrenmitglieder, stolz sein.

Besonders wurde bei der Verabschiedung aber auch an dem im vergangenen Jahr verstorbenen Reinhold Schober (56) gedacht, der die Jugendgruppe der Feuerwehr aufbaute.
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