Verschnaufpause bei neuen Plätzen
Im Blickpunkt

Tirschenreuth. (as) Eine kleine Verschnaufpause gibt es bei der Suche nach pädagogisch betreuten Unterkünften für minderjährige Flüchtlinge. Zumindest bis zum Jahresende sind keine neuen Zuweisungen zu erwarten, hoffte Jugendamtsleiter Albert Müller auf etwas Entspannung. Derzeit hat der Landkreis 16 Plätze im SOS-Kinderdorf und 25 in der Kolping-Ferienstätte Immenreuth. Weitere 15 Jugendliche wohnen in einer gemeinsamen Unterkunft im Landkreis Neustadt.

Bis vor kurzem ging man davon aus, dass diese Plätze bei weitem nicht reichen. Der Landkreis plante weitere 40 für nächstes Jahr ein, weiß aber nun nicht, ob er sie brauchen wird. Der Grund: Die insgesamt erwarteten Flüchtlingszahlen bei unbegleiteten Jugendlichen wurden deutlich nach unten korrigiert. Ging man zwischenzeitlich von bayernweit 20 000 Minderjährigen aus, sank die Prognose überraschend auf 8000 im Jahr.

"Der aufgebaute Druck ist relativ kurzfristig zusammengebrochen. Möglicherweise tauchten bereits erfasste Fälle mehrfach in der Statistik auf", suchte Müller nach Erklärungen. Auch sei das Gesetz zur bundesweiten Verteilung - die meisten Flüchtlinge kommen über Südbayern und überfordern die dortigen Stellen hoffnungslos - schon im November in Kraft getreten. Momentan habe der Landkreis also etwas Luft. "Aber wie es in einem halben Jahr ausschaut, das weiß man nicht."

Klima-Manager käme teurer

Tirschenreuth. (bz) Weil es für Bürger und Kommunen eine kostenlose und neutrale Beratung rund um das Themenfeld Energie bereit hält, unterstützt der Landkreis das "Energietechnologische Zentrum" (ETZ) Nordoberpfalz. Drei Jahre jeweils 24 700 Euro steuern die Tirschenreuther als Betriebskostenzuschuss bei. Während die CSU im Kreisausschuss ein "Rundum-Paket" und keine Überlappungen mit anderen Organisationen erkannte, und die Freien Wähler "klar abgetrennte Strukturen" sahen, mit denen man sich den eigentlich einmal geforderten Klima-Manager sparen könne, verwies SPD-Sprecher Rainer Fischer auf private Anbieter in diesem Bereich. "Kompliziert wird es, wenn wir noch einen Koordinator für die einzelnen Aktivitäten brauchen."

Günter Kopp (Zukunftsliste) sah das ähnlich. "Wir sollten erst die bereits vorliegenden Ergebnisse auswerten, bevor wir neue Papiertiger schaffen." Landrat Wolfgang Lippert verteidigte wiederum den Beschlussvorschlag mit dem Hinweis, dass ein eigener Energie-Manager deutlich mehr als die rund 75 000 Euro in drei Jahren kosten würde.

Volkshochschule Vortrag über Wohngifte später

Tirschenreuth. Die Volkshochschule weist darauf hin, dass der Vortrag des Baubiologen Rainer Bäumler über Wohngifte und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit, der am Donnerstag im Landratsamt Tirschenreuth stattfinden sollte, wegen Erkrankung des Referenten verschoben werden muss. Neuer Termin ist dann am Donnerstag, 28. Januar 2016, um 19 Uhr
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