Verstorben

Am Grab von Ernst Lindner

In den letzten Monaten merkte Ernst Lindner aus Pfrentsch 15 immer mehr, dass seine Kräfte nachließen. Es war sein Wunsch, nie ein Pflegefall zu werden. Nach kurzem Krankenhausaufenthalt ist er am 4. Oktober im Alter von 82 Jahren friedlich eingeschlafen. Am Freitag erwies ihm in Burkhardsrieth eine große Trauergemeinde die letzte Ehre. Im Requiem in der Nikolauskirche befasste sich Stadtpfarrer Pater Hans Ring mit den Lebensstationen von Lindner. Er wurde am 21. Juni 1932 als drittes Kind der Eheleute Maria und Josef Lindner geboren. Mit vier Geschwistern wuchs er auf.

Nach seiner Schulzeit erlernte er die Landwirtschaft, die sein weiteres Leben prägen sollte. 1962 heiratete er Anneliese Frischholz aus Eslarn. Vier Kinder wurden geboren. Stolz war Lindner auch auf die vier Enkel, die er gerne um sich hatte. Im Kreise seiner Familie fühlte er sich besonders wohl. Ihr galt auch stets seine ganze Liebe und Sorge. Zeitlebens war er ein begeisterter Landwirt, der sich mit viel Freude um seine Tiere und Felder kümmerte. Bis vor vier Jahren bewirtschaftete er sein Anwesen. Auch danach ging er gerne hinaus in die Fluren und Wälder der Umgebung.

Zu den besonderen Diensten für die Mitbewohnern in Pfrentsch zählte, dass er in den 50er und 60er Jahren bis zur Fertigstellung des Leichenhauses in Burkhardsrieth mit seinen Pferden die Verstorbenen des Dorfes zum Friedhof brachte. Auch engagierte er sich in der Vereinswelt seines Heimatortes. Ganz selbstverständlich gehörte auch die Mitfeier der Gottesdienste zu seinem Leben, solange es seine Gesundheit zuließ.

Der Seelengottesdienst und die Beerdigung wurden vom Kirchenchor Eslarn und von Bläsern des Musikvereins Waidhaus mitgestaltet. Die musikalische Verabschiedung durch die Vereine erfolgte auf Wunsch des Verstorbenen nicht mit dem Lied vom guten Kameraden, sondern mit einem Marsch. Nachrufe hielten für die Feuerwehr Pfrentsch Wolfgang Voit, für den Schützenverein Pfrentsch Hildegard Werner und für den Markt Waidhaus zweiter Bürgermeister Markus Bauriedl. (tu)
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