Verstorben

Am Grabe von Harald Rewitzer

Schon als junger Mann zog Harald Rewitzer von Pleystein nach Vohenstrauß, wo er im Laufe der Zeit einen Freundeskreis fand, in dem er sich wohlfühlte. Er liebte seine Unabhängigkeit und das Reisen, besonders nach Thailand. Von jenem Staat in Südostasien kehrte er nach einem Urlaub an Silvester in seine Eigentumswohnung in Fiedlbühl zurück.

Es war seine letzte Tour. Er starb unerwartet am Jahresanfang im Alter von 47 Jahren. Am Freitag wurde ihm in seiner Heimatstadt von einer großen Trauergemeinde die letzte Ehre erwiesen. Stadtpfarrer Pater Hans Ring ging im Requiem in der Sigismund-Kirche auf den Lebensweg des Pfarrangehörigen ein. Rewitzer wurde am 5. April 1967 geboren. In Pleystein wuchs er mit seiner Schwester Birgit auf, die mit ihrer Familie in Australien lebt. Als er sechs Jahre alt war, starb unerwartet sein Vater Franz. Der Halbwaise absolvierte bei der Firma Leistritz eine Ausbildung als Werkzeugmacher. Bereits während der Lehrzeit stellten sich gesundheitliche Probleme ein. In Erlangen wurde ihm in der Universitätsklinik eine Herzklappe eingesetzt. Nach der Gesellenprüfung arbeitete er noch einige Jahre bei Leistritz und wechselte dann vor knapp zwei Jahrzehnten zu Kennametal nach Vohenstrauß, wo er bis zuletzt beschäftigt war.

Vor vier Jahren hatte er erneut Herzprobleme und musste operiert werden. Er war anschließend wieder guter Dinge. So kam sein Tod völlig überraschend.

Der Kirchenchor unter Leitung von Alexander Völkl gestaltete den Seelengottesdienst und die anschließende Urnenbeisetzung mit. Für den Kulturkreis dankte Helmut Rewitzer seinem Cousin für die Treue zum Verein seit seinem Eintritt 1986. Er nahm auch im Namen der Schulkameraden des Verstorbenen vom Jahrgang 1967 Abschied.

Ein Sprecher der Firma Kennametal führte für die Werksleitung, den Betriebsrat und die Belegschaft aus, dass man einen freundlichen, zuverlässigen, pflichtbewussten und geschätzten Mitarbeiter sowie Kollegen verloren habe, der fast 20 Jahre im Unternehmen beschäftigt gewesen sei. Franz Rauch spielte zum Abschluss der Trauerfeier auf seiner Trompete die Melodie "Is' Feierabend". (tu)
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