Verstorben

Letzte Ehre für Maria Beugler

Am 19. Januar schloss eine der ältesten Einwohnerinnen der Großgemeinde, Maria Beugler, Salesianerstraße 2, im Alter von 93 Jahren für immer die Augen. Im Requiem am Samstag in der Sigismundkirche erinnerte Stadtpfarrer Pater Hans Ring an die Lebensstationen der Pfarrangehörigen.

Als Maria Müllhofer wurde sie am 30. August 1921 als fünftes von zwölf Kindern der Eheleute Max und Katharina Müllhofer geboren. Schon früh half sie im elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb mit. Nach ihrer Schulzeit war sie Haushaltsgehilfin bei der Schusterei Müller in Großkitzighofen. Später verdiente sie ihren Lebensunterhalt zehn Jahre als Büglerin bei der Reinigungsfirma Negnal in Weiden. Auch im Reinigungsteam der Volksschule und als Heimarbeiterin war sie viele Jahre tätig. Ehrenamtlich säuberte sie jahrelang die Kreuzbergkirche mit. Den Bund der Ehe schloss sie 1956 mit dem Elektriker Johann Beugler. Die Söhne Herbert sowie Hans und Tochter Helga vervollständigten das Familienglück im neuen Eigenheim. Ihnen galt die ganze Liebe und Fürsorge der Eltern. Ihr Mann starb 1995.

Stolz war die aufgeschlossene, hilfsbereite und stets freundliche "Beugler-Marie" auf die sechs Enkel, deren schulische, berufliche und private Werdegänge sie aufmerksam verfolgte, und den Urenkel. Die regelmäßige Mitfeier des sonntäglichen Gottesdiensts in der Pfarrkirche St. Sigismund war für sie eine Selbstverständlichkeit, solange es ihr gesundheitlich möglich war. Später empfing sie mit Freude und tiefer Gläubigkeit regelmäßig die Krankenkommunion. Eine intensive Beziehung zu Gott war ihr stets ganz wichtig.

Bis ins hohe Alter führte sie ihren Haushalt selbst. Erst nach einem Oberschenkelhalsbruch war sie gezwungen, Hilfe anzunehmen. Liebevoll umsorgt wurde die hochbetagte Seniorin zuerst von Sohn Hans und dessen Familie, dann seit August 2013 von ihrer in Miesbrunn lebenden Tochter Helga Putzer. Bis vor wenigen Monaten nahm sie regen Anteil am öffentlichen Geschehen. Das Lösen von Kreuzworträtseln gehörte zu ihren Steckenpferden. Nicht missen wollte sie ferner die ausgiebige Morgenlektüre des "Neuen Tags". Im Krankenhaus Vohenstrauß, in das sie Mitte Januar eingeliefert werden musste, ist sie friedlich eingeschlafen.

Der Kirchenchor unter Leitung von Alexander Völkl begleitete den Seelengottesdienst und die Beerdigung. Für den Katholischen Frauenbund würdigte Maria Kick die Treue der Bundesschwester seit 1971. (tu)
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