Verstorben

Am Grab von Johann Siegl

Johann Siegl, Neuenhammerstraße 57, ist am 2. Februar nach langer Krankheit im Alter von 86 Jahren gestorben. Am Samstag wurde ihm die letzte Ehre erwiesen. Im Requiem in der Sigismundkirche erinnerte Stadtpfarrer Pater Hans Ring vor zahlreichen Trauergästen an die Lebensstationen des Pfarrangehörigen. Der "Siegl-Hans" erblickte am 4. Juli 1928 in Hinterbrünst in einer kinderreichen Familie - er hatte zwölf Geschwister - das Licht der Welt. Ein Jahr später wurde das neue Haus in Pleystein bezogen.

In der Stadt absolvierte er auch seine Schulzeit. Im damaligen Reichsausbesserungswerk in Weiden lernte er den Beruf des Schlossers. Noch während seiner Ausbildungszeit wurde er eingezogen und musste als knapp 17-Jähriger Kriegsdienst leisten. Dies war ein einschneidender Abschnitt in seinem Leben. Nach Gefangenschaft in Bad Kreuznach und seiner Heimkehr arbeitete er wieder im EAW. Der Bahn hielt er 44 Jahre bis zum Eintritt in den Ruhestand die Treue.. Den Bund der Ehe schloss er 1952 mit Kunigunda Fuchs aus Hagenmühle. Vor drei Jahren konnte das Paar diamantene Hochzeit. Tochter Christa und Sohn Peter vervollständigten das junge Familienglück.

Der vielseitige Handwerker baute das von seinen Eltern übernommene Haus zu einem schmucken Eigenheim aus, in das 1965 auch seine Schwiegereltern und seine Schwägerinnen einzogen. Große Freude bereiteten ihm die Enkel Florian, Magdalena und Katharina. Überhaupt standen seine Angehörigen bei ihm stets im Mittelpunkt. Seine Steckenpferde waren das Anfertigen von Wasserrädern, von denen sich ein Exemplar jahrelang im Pflaumbach drehte, und von schmiedeeisernen Kunstwerken. Solange es sein Gesundheitszustand zuließ, feierte er die Sonntagsmesse mit und besuchte die Gräber seiner Angehörigen auf dem Friedhof. Er weilte gerne in geselliger Runde und lebte ruhig, bescheiden und zufrieden. Nach dem Ausbruch seines Leidens wurde er in all den Jahren von seiner Frau Kunigunda liebevoll umsorgt und gepflegt.

Der Kirchenchor unter Leitung von Alexander Völkl begleitete den Seelengottesdienst. Vom Oberpfälzer Waldverein dankte Maria Reber für die Treue zum Verband. Karl Herrmann würdigte für den Männergesangverein die Verbundenheit des fördernden Mitglieds seit 1981. Mit dem Lied "Über den Sternen" verabschiedete sich der MGV-Chor von seinem beliebten Sangesfreund. Die Urnenbeisetzung fand im Familienkreis statt. (tu)
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