Verstorben

Abschied von Maria Lilla

Am 18. Februar starb Maria Lilla, Vohenstraußer Straße 7, im Alter von 91 Jahren. Die letzte Ehre wurde der beliebten Mitbürgerin am Samstag erwiesen. Stadtpfarrer P. Hans Ring ging im Requiem in der Sigismundkirche vor den rund 140 Trauergästen auf den langen Lebensweg der Pfarrangehörigen ein.

Sie wurde am 4. Juni 1923 als Maria Bauer in Wottawa im Sudetenland geboren. Zusammen mit ihrem zwei Jahre jüngeren Bruder wuchs sie im gräflichen Forsthaus, dem Dienstsitz ihres Vaters, auf. Nach dem Schulabschluss arbeitete sie im Finanzamt Bischofteinitz. Dort lernte sie auch den Landsmann und späteren Berufssoldaten Josef Lilla kennen, den sie 1944 heiratete. Unvergessen blieb ihr der Sommer 1946, als sie mit dem dreimonatigen Sohn Günther auf dem Arm, mit Mutter und Bruder aus der Heimat im Böhmerwald vertrieben wurde. Nach einigen Umwegen fand die Familie zuerst in Wertheim und dann in Würzburg eine neue Bleibe. Sie vergrößerte sich um Tochter Gudrun und Sohn Herbert.

1959 erfolgte der Umzug nach Regensburg, bedingt durch die dienstliche Versetzung des Ehemanns. Durch ihren Sohn Günther, der 1971 an der Volksschule in Pleystein Lehrer wurde, wurde den Eheleuten die Rosenquarzstadt ein Begriff. Sie kamen nach der Pensionierung von Josef Lilla oft in den Erholungsort, wo ihre vielfältigen Dienste im Hotel "Regina", aus welchem Schwiegertochter Sieglinde stammt, gefragt waren. Ein schwerer Schicksalsschlag war 1987 der Tod des Ehemanns. Maria fuhr aber weiter regelmäßig nach Pleystein, bis sie sich im April 2002 im Zottbachtal niederließ. Nur fünf unbeschwerte Jahre waren ihr vergönnt, dann verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand so sehr, dass sie das Pflegeheim "Wohnen am Kreuzberg" in Anspruch nehmen musste. Maria Lilla war ein Leben lang nur für ihre Familie da. An ihren acht Enkeln und zwei Urenkeln hatte sie viel Freude.

Der Kirchenchor unter Leitung von Alexander Völkl gestaltete den Seelengottesdienst mit. Die Beerdigung findet zu einem späteren Zeitpunkt in Regensburg statt. (tu)
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