Verstorben

Eine sehr große Trauergemeinde erwies in Waldthurn Josef Pflaum die letzte Ehre. Bild: bml
Abschied von Josef Pflaum

"Ein Musikerherz hat aufgehört zu schlagen", eröffnete Pfarrer Janusz Kropiewnicki am Mittwoch den Begräbnisgottesdienst für Josef Pflaum aus Waldthurn, der nach längerer Krankheit im Alter von 80 Jahren starb. Pflaum wurde als ältestes von sechs Kindern am 1. Juni 1935 in Waldthurn geboren. Er lernte im elterlichen Betrieb das Sattlerhandwerk, ging aber dann zur Post und arbeitete sich bis zum Postbetriebsassistenten empor.

Am 21. Juni 1959 heiratete er auf dem Fahrenberg seine Frau Gretl, geborene Salinger. Drei Kindern war er ein liebevoller Vater. Sein ganz besonderer Stolz waren acht Enkel, die alle das musikalische Talent ihres Großvaters geerbt haben und musizieren.

Der Geistliche stellte auch heraus, dass Pflaum fest im Glauben verwurzelt war, so war er Mitglied der Marianischen Männerkongregation. Acht Jahre diente er der Pfarrei als vorbildlicher Mesner.

Ein sehr langer Trauerzug, darunter auch viele auswärtige Musikerkollegen, bewegte sich zum Friedhof, wo Pfarrer Kropiewnicki die Urnenbeisetzung vornahm. "Es ist Feierabend, das Tagwerk ist vollbracht", leitete Bürgermeister Josef Beimler seinen Nachruf ein. Er betonte, dass für Pflaum seine Familie alles bedeutete. Der Verstorbene habe sich aber auch in der Marktgemeinde und in der Vereinsgemeinschaft engagiert. 24 Jahre trug er in schwierigen Zeiten Verantwortung als Gemeinderat.

Er war aktives Mitglied der Feuerwehr Waldthurn und Gründungsmitglied des Schützenvereins. 1973 trat er dem OWV bei. Auch die Kolpingsfamilie, Siedlergemeinschaft, der VdK-Ortsverband und die Freien Wähler konnten immer auf ihn zählen. All diese Aktivitäten führten zu großer Wertschätzung und Beliebtheit, betonte der Rathauschef.

Seine besondere Liebe aber galt der Musik. Über 60 Jahre war der Vollblutmusiker erster Trompeter der Trachtenkapelle. Sein Fleiß und Können fanden weithin Anerkennung. Auch beim "Fahrenberg-Echo" gab er als Trompeter den Ton an, bei der "Waldthurner Stubenmusik" spielte er Gitarre.

Die Trachtenkapelle unter Leitung von Stefan Striegl begleitete den Gottesdienst und die Einsegnung. Sie verabschiedete sich von einem geschätzten Freund und Kollegen mit dem Lied vom guten Kameraden, dem Feierabendlied und dem Stück "Leise sinkt der Abend nieder". (gsm)
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