Verstorben

Abschied von Emma Hartung

Am Mittwoch ist Emma Hartung aus Spielhof im Alter von 97 Jahren gestorben. Rund 120 Trauergäste erwiesen ihr am Freitag in Pleystein die letzte Ehre. Im Requiem in der Sigismundkirche erinnerte Stadtpfarrer Pater Hans Ring an die Stationen im langen Leben der Gemeindeangehörigen.

Sie wurde am 23. Dezember 1917 als Emma Bauer in Waidhaus geboren und wuchs mit zwölf Geschwistern auf. Ihre Eltern betrieben eine Schmiede und eine Landwirtschaft, und sie hat dort schon als Kind mitgeholfen. Bereits als junges Mädchen und dann als Erwachsene hat sie 17 Jahre im Kirchenchor Waidhaus mitgesungen.

Mitten im Zweiten Weltkrieg heiratete sie 1942 den Müllermeister und Landwirt Josef Hartung aus Spielhof. Die Kinder Heidi und Josef komplettierten die Familie. Bis ins hohe Alter von 77 Jahren arbeitete Emma Hartung zunächst mit ihrem Mann, den sie 1994 das Grabgeleit geben musste, und dann mit ihrer Tochter Heidi im landwirtschaftlichen Betrieb und in der inzwischen stillgelegten Mühlenbäckerei in Spielhof mit.

Stolz war die Oma und Uroma auf sechs Enkel und fünf Urenkel. Die Menschen, denen sie begegnete, erlebten sie als freundlich, hilfsbereit und fleißig und sparsam.

Die letzten fünf Jahre war sie auf Betreuung angewiesen. Drei Jahre kümmerte sich Tochter Heidi zu Hause um sie. Die letzten beiden Jahre verbrachte Hartung im Pflegeheim "Wohnen am Kreuzberg". Der Glaube nahm in ihrem Leben immer eine wichtige Rolle ein. Nach einem erfüllten Leben ist sie friedlich eingeschlafen. Der Kirchenchor unter Leitung von Alexander Völkl begleitete die Trauerfeierlichkeiten. (tu)
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