Verstorbener BGR Georg Grimm in Burglengenfeld beerdigt - An seine großen Leistungen erinnert
Sein segensreiches Wirken bleibt

Seine letzte Ruhestätte fand BGR Pfarrer Georg Grimm im Elterngrab in Burglengenfeld. Bild: Schieder
In der voll besetzten Pfarrkirche St. Vitus in Burglengenfeld bot sich den Teilnehmern am Trauergottesdienst ein beeindruckendes Bild, das starke Emotionen der Trauer, aber auch des Trostes auslöste: 18 Priester zogen ins Gotteshaus ein, um ihres verstorbenen Mitbruders Bischöflich Geistlicher Rat Pfarrer Georg Grimm aus der ehemaligen Pfarrei Alten- und Neuenschwand zu gedenken. In zwei Bussen waren 108 "Schwandner" und Bodenwöhrer angereist, weitere mit Pkw kamen dazu.

"Mit 71 Jahren muss man nicht sterben, aber man kann sterben": Mit diesen Worten begann Pfarrer Franz Schmidbauer, ehemaliger Sprecher des Weihekurses 1969, das Requiem für den verstorbenen Kurskollegen BGR Pfarrer Georg Grimm. In Konzelebration mit Prälat und stellvertretendem Generalvikar Anton Wilhelm, Dekan Hans Amann aus Schwandorf sowie den Kurskollegen und weiterer Priester wurde Grimm in einem sehr würdigen Rahmen verabschiedet.

Festes Vertrauen

"Als Christen leben wir aus der Hoffnung, dass der Tod zwar das Ende unseres irdischen Daseins, aber nicht das Ende unseres Lebens ist, denn Gott hat uns nicht zum Sterben geschaffen sondern zum Leben", tröstete Pfarrer Schmidbauer die Trauergemeinde. Am 4. September 1943 kam Georg Grimm als einziges Kind von Dr. Leonhard und Margarete Grimm in Burglengenfeld zur Welt. Bedingt durch seine Behinderung sei eine starke Bindung an die Eltern entstanden. Engen Kontakt habe er väterlicher- und mütterlicherseits auch zu Priestern und Ordensleuten gehabt, so der Prediger. 1963 legte er sein Abitur am "Neuen Gymnasium", dem heutigen Albrecht-Altdorfer-Gymnasium ab. Steuerberater wollte er ursprünglich werden oder Jura studieren. Einfluss genommen habe sein Religionslehrer Josef Hiltl, so dass er ins Priesterseminar eingetreten sei. Zudem erwachte durch das Zweite Vatikanische Konzil große Begeisterung für die Kirche.

Offen sei Pfarrer Grimm gewesen, mit einem kritischen Verstand, sehr beliebt sei er in seiner Pfarrei Alten- und Neuenschwand. Er habe gewusst, wie er die Leute ansprechen musste. Was bleibe, sei die liebende Erinnerung, an jedes gute Wort und jede gute Tat. Domdekan Anton Wilhelm betonte, dass BGR Georg Grimm sein priesterliches Leben nach den Worten "Man kann nicht tiefer fallen als in die Hand Gottes" gestaltet habe. "Er liebte seine Schwandner", diesen Eindruck habe er immer gewinnen können, so der Domdekan. Dekan Hans Amann aus Schwandorf sagte, dass der Verstorbene 32 Jahre segensreich in der Pfarrei Alten- und Neuenschwand gewirkt habe. In dieser Zeit sei er auch ein verlässlicher und treuer Kollege im Dekanat gewesen, ein Priester authentischer Art, aufrecht vor Gott und für die Menschen da.

Zweiter Bürgermeister Albert Krieger betonte ebenfalls, dass Pfarrer Grimm die Geselligkeit wichtig gewesen sei, die Vereine ihm am Herzen lagen. 2008 sei er aufgrund seiner zahlreichen Verdienste zum Ehrenbürger ernannt worden.

Enormes geleistet

Michael Bollinger, stellvertretender Pfarrgemeinderatssprecher, erinnerte an den früheren Ortsgeistlichen als Vertrauten und Freund, der bald Bestandteil des gemeindlichen Lebens geworden war. Viel sei von ihm initiiert worden, so die Altötting-Wallfahrt, der Seniorenausflug, die wöchentlichen Schülermessen, die Gründung des Krankenpflegevereins und die Verbundenheit mit der Caritas. Als Vertreter der Ortsvereine würdigte Ludwig Gruber den verstorbenen Priester. 17 Jubiläen seien in der Amtszeit von Pfarrer Grimm mitgetragen worden, sowie fünf Segnungen von Vereinsheimen.
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