Verunsicherte Eltern und Betreuer: Jugendleiter beschäftigten sich mit dem Thema
Sensibel für Gewaltprävention

Wie geht man mit dem Thema Gewalt um? Bei der Wasserwacht hörten Jugendbetreuer einen interessanten Vortrag darüber. Bild: hfz
Pfreimd. (hm) "Augen auf" ist eine Initiative des Bayerischen Jugendrotkreuz zur Gewaltprävention betitelt. Gruppenleiter, Trainer und Jugendbetreuer der Pfreimder Wasserwacht hörten im Gruppenraum einen mehrstündigen Vortrag mit interaktiven Elementen, um für das Thema "sexualisierte, physische, psychische und seelische Gewalt" sensibilisiert zu sein.

Jugendleiter haben mit immer neuen Herausforderungen im Umgang mit Gewalt oder jugendgefährdendem Verhalten zu kämpfen. Aktuelle Fälle tragen zu Verunsicherung seitens der Erziehungsberechtigten, aber auch der Jugendbetreuer bei. Um mit diesem Thema offen umzugehen, organisierte die Wasserwacht diesen Lehrgang und erhielt fachkundige Unterstützung von BRK-Landesverband.

Verschiedene Übungen zu Nähe und Distanz, sowie kleine Gruppenarbeiten stellten die gesamte Problematik in einem realen Licht dar. Neben praxisnahen Tipps zum Umgang mit eigenen Vorahnungen und Vermutungen, welche Kinder oder Jugendliche potenziell gefährdet wären, wurde zudem auch angesprochen, wie man sich als Jugendleiter korrekt verhält und nicht selbst ins Licht eines Verdächtigten rutscht. Besonders Ratschläge zur Organisation und Umsetzung von Zeltlagern stießen bei den Kursteilnehmern auf reges Interesse.

Ein weiteres zentrales Thema der Veranstaltung war der Verhaltenskodex des BRK. Er dient als Leitlinie im Umgang mit Kindern und Jugendlichen und stellt klar Prävention und offene Thematisierung von Gewalt in den Mittelpunkt. Inhalte sind beispielsweise der aktive Einsatz gegen Mobbing oder die Verpflichtung, sämtliche Mittel zum Schutz der anvertrauten Kinder und Jugendlichen zu nutzen. Alle Kursteilnehmer stimmten diesen Leitlinien zu.
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