Viel Arbeit für "Schlossgeister"

Peter Gissibl (Dritter von links) ist als Schriftführer des Fördervereins Schloss Burgtreswitz ausgeschieden. Vorsitzender Peter Garreiss (rechts) und die Vorstandsmitglieder überreichten ihm eine Silbermünze. Auch das am weitesten angereiste Mitglied Dieter Friemel (Zweiter von rechts) aus Dortmund erhielt eine Auszeichnung. Bild: gi

Der Weihnachtsmarkt im Schloss Burgtreswitz hält den Förderverein das ganze Jahr auf Trab. Besonders die Flut an Sicherheitsvorschriften macht es den Verantwortlichen sehr schwer.

Nur 29 von 426 Mitgliedern waren zur Jahreshauptversammlung des Fördervereins Schloss Burgtreswitz in die Gaststube des Schlosses gekommen. Darüber war Vorsitzender Peter Garreiss sehr enttäuscht. Als neue Mitglieder begrüßte er Helmut Troppmann aus Burkhardsrieth und Hans-Peter Voit aus Saubersrieth.

Trägerschaft abgeben

Schriftführer Wolfgang Mayer berichtete über die Arbeit der Führungsriege. Als Dauerbrenner nannte er den Weihnachtsmarkt im Schloss. Vorbereitung und Durchführung füllen das ganze Jahr aus. Wegen der Sicherheitsvorschriften müsse sich der Vorsitzende haftungsrechtlich weit hinauslehnen, damit die Veranstaltung überhaupt stattfinden kann. Deshalb hat der Verein die Gemeinde um Übernahme der Trägerschaft gebeten.

Schatzmeister Hermann Gissibl informierte über die Finanzen. Garreiss wies auf die hohe Belastung des Vereins durch die Sanierungsmaßnahmen im Schloss hin. Im Mittelpunkt stehe die Barrierefreiheit. Bald sollen sich Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte frei im Gebäude bewegen können. Garreiss bat allerdings um Spenden, damit die Finanzierung gesichert werden kann. Die Kassenprüfer Klaus Hartinger und Rudolf Krämer bestätigten einwandfreie Arbeit.

Dass der Förderverein nicht nur Geld zur Verfügung stellt, sondern auch Hand- und Spandienste leistet, ging aus dem Bericht des technischen Leiters Adolf Graf hervor. 2014 leisteten er, Erhard Burger und Alfred Gissibl mit ihren Helfern 1809 ehrenamtliche Arbeitsstunden, hauptsächlich für Stuckarbeiten im Saal, Putzarbeiten in den neuen WC-Anlagen und im Foyer sowie zur Verlegung von historischen Granitplatten. Auch im Winter arbeiteten die "Schlossgeister", damit die Baumaßnahme heuer abgeschlossen werden kann. Fast 400 Stunden waren für den Auf- und Abbau des Weihnachtsmarkts erforderlich.

Garreiss dankte den Männern, die seit rund 30 Jahren schon 44 000 Stunden im Schloss gearbeitet haben. "Ihr habt systematisch das Schloss von einer Ruine zum kulturellen Mittelpunkte der Gemeinde ausgebaut. Das Landesamt für Denkmalpflege und das Kulturministerium haben eure Arbeit schon mehrmals gewürdigt, anerkannt und als in Bayern beispielhaft bezeichnet."

Außerdem bat der Fördervereins-Chef um bessere Mitgliederwerbung. Die Beiträge seien Haupteinnahmequelle. Er drängte die Gemeinde auf einen baldigen Abschluss der seit 2010 laufenden Sanierungsarbeiten. Garreiss ärgerte sich außerdem über die geringe Zahl von Helfern. Alles hänge an den "Schlossgeistern", und die "kommen langsam auch in die Jahre". Dabei gäbe es soviel zu tun, angefangen von Bauarbeiten bis hin zur Sauberhaltung im Innern und der Pflege der Außenanlagen. Auf eine Ausschreibung im gemeindlichen Mitteilungsblatt für Reinigungskräfte hatte sich niemand gemeldet.

Garreiss würdigte den ausgeschiedenen Schriftführer Peter Gissibl. In vier Jahre als Beisitzer und 16 als Schriftführer habe Gissibl unerhört viel geleistet. Garreiss überreichte ihm als kleines Dankeschön eine Schlossmünze.

Spende zugesagt

Bürgermeister Hermann Ach sprach von einem Wahnsinnspensum das der Fördervereins geleistet habe. Den neuen Saal bezeichnete er als Schmuckstück und Anziehungsmagnet. SPD-Gemeinderat Hans Meier zeigte volles Verständnis dafür, dass der Verein die Trägerschaft für den Weihnachtsmarkt auf die Gemeinde übertragen wolle. Hans-Peter Voit bon der Spielgruppe "Gensbloud & G'schling" sagte eine Spende zu.
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