Viel Geld für Wälder

Die aktuell hohen Fördersätze nutzen - dazu rief Mathias Rupp, der Leiter des Forstreviers Neustadt-Scheckenhof, die Waldbesitzer im Bereich der Forstbetriebsgemeinschaft Eschenbach auf. Ob Wiederaufforstung, Waldumbau, Naturverjüngung, Erstaufforstung oder die Pflege von Jungbeständen: Für all diese und noch weitere Maßnahmen gibt es finanzielle Unterstützung durch den Freistaat. Bild: rn

Vom Pflanzenkauf bis hin zu Gutachten: Waldbesitzer können aus dem Vollen schöpfen, was Zuschüsse angeht. Denn derzeit sind Fördermittel "unbegrenzt vorhanden".

Dies machte Revierleiter Mathias Rupp vom Forstrevier Neustadt-Scheckenhof in seinem Vortrag bei der Vorstandssitzung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) deutlich. "Im Internationalen Jahr der bäuerlichen Landwirtschaft bietet die Bayerische Forstverwaltung Waldbesitzern nach dem Waldförderprogramm 2014 interessante und verbesserte Fördermöglichkeiten."

Rupp stellte den Ortsvertretern der FBG im Einzelnen die Fördermöglichkeiten und -sätze vor. Der Freistaat unterstützt den Erhalt der Grünen Lunge beispielsweise durch Zuschüsse beim Pflanzenkauf von bis zu 1,35 Euro pro Stück und von bis zu 1100 Euro pro Hektar bei Maßnahmen zur Naturverjüngung.

Bei der Wiederaufforstung wird die Schaffung von standortgemäßen und klima-toleranten Wäldern aus Laub- und Nadelhölzern bezuschusst. Wenn Mischbestände mit mindestens 50 Prozent Laubholzanteil geschaffen werden, sind auch Nadelhölzer wie Lärche, Douglasie und Fichte förderfähig.

Die Grundfördersätze betragen für Laubholz/Weißtanne 1,10 Euro, bei der Pflanzung von Mischbestand 0,85 Euro und bei der Pflanzung von Laubholz ohne Bindefrist 0,50 Euro. Zuschüsse bis maximal 30 Prozent stehen für den Kleinstprivatwald mit weniger als zwei Hektar und für Wälder zur Verfügung, die einen hohen Anteil nicht klima-toleranter Baumarten aufweisen. Höhere Fördersätze kündigte Rupp für die Erstaufforstung von bisher nicht forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken mit Laubholz- und Mischwald an.

Der Revierleiter appellierte an die FBGler, die Naturverjüngung in ihren Wäldern nicht außer Acht zu lassen. Als Grundfördersätze pro Hektar nannte er hier 1100 Euro bei Beständen mit mehr als 80 Prozent Laubholz und 1000 Euro bei Mischwald mit mindestens 30 Prozent Laubholz.

"Pflegen Sie Ihre Jungbestände", lautete ein weiterer Appell des Forstmannes, als er über die Bezuschussung der Pflege von Nadel-, Misch- und Laubbeständen bis zu einem durchschnittlichen Bestandsalter von 15 Jahren informierte. Gefördert wird auch die Rücknahme stark verdämmender Strauchflora. Weichlaubholz oder Birke ist dabei nach Möglichkeit zu erhalten.

Finanzielle Unterstützung gibt es nicht zuletzt für die Erstellung von Forstwirtschaftsplänen, Forstbetriebsgutachten und von Gutachten zur naturnahen Bewirtschaftung im Privatwald. Rupp rief die Waldbesitzer auf, die kostenlose Beratung beim jeweils zuständigen staatlichen Revierförster in Anspruch zu nehmen. "Melden Sie sich frühzeitig, damit wir Ihren Antrag rechtzeitig bearbeiten können." Eine nachträgliche Antragstellung sei nicht möglich.
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