Viel Mut und Selbstbewusstsein

Mit Bischof Jan Baxant aus Leitmeritz feierten die Pilger aus der Slowakei, Vohenstrauß und Böhmischbruck in der Dekanalkirche in Stríbro (Mies) den Festgottesdienst zur Pfarrwallfahrt. Bild: dob

Vor 25 Jahren, im August 1990, trugen die Katholiken in Stríbro (Mies) bei der ersten öffentlichen Wallfahrt das Gnadenbild der "Schmerzhaften Muttergottes" erstmals nach der sanften Revolution wieder durch die Straßen. Zuvor war das ganz und gar nicht selbstverständlich.

Die Gläubigen in der Tschechischen Republik bewiesen zu dieser Zeit viel Mut und Selbstbewusstsein. Diesen Mut brauchen sie bis heute, stellte Pfarrer Jiri Hajek bei der Pfarrwallfahrt in der Dekanalkirche in Mies heraus. Deswegen war es für ihn und die Pfarrgemeinde am Samstag eine große Ehre, dass auch Bischof von Leitmeritz, Jan Baxant, teilnahm. Gekommen war aber auch Pfarrer Hajeks langjähriger Freund, der frühere Vohenstraußer Stadtpfarrer Franz Winklmann, der die Partnerschaft mitbegründet hatte.

Auch Priesterjubiläum

Mit Dekan Alexander Hösl und Pfarrer Miroslav Martis aus Pilsen, Beauftragter für den pastoralen Dienst für Slovaken in Westböhmen, feierte der Bischof die Messe. Pfarrer Martis war mit einem Bus voller Pilger angereist. Bürgermeister Karel Lukes hieß die Wallfahrer an der Marienstatue auf dem Stadtplatz willkommen. Pfarrer Jiri Hajek feierte neben seinem 80. Geburtstag auch 50. Priesterjubiläum. Voller Dankbarkeit blickte er im Gottesdienst auf die einschneidenden Ereignisse seines Lebens zurück.

Der Chor aus Prag unter Leitung von Renata Poláková und Organisator Dr. Stehlik sowie das Orchester führten die Messe von Jan Dismas Zelenka auf, einem tschechischen Komponisten aus der Barockzeit. Erika Sollfrank als langjährige und treue Pilgerin hatte im weißen Umhang die Ehre, das Gnadenbild vom Marktplatz in die Dekanalkirche tragen zu dürfen. Mit Pfarrgemeinderatssprecher Josef Felber aus Stribro brachte sie sich auch als Lektorin ein.

Die slowakischen Wallfahrer verehren die "Schmerzhafte Muttergottes" als ihre Hauptpatronin. Deshalb sei der 15. September in der Slowakei auch ein Staatsfeiertag, informierte Pfarrer Hajek die Pilger aus Vohenstrauß. Nachdem der Bischof als Dank für seine Anwesenheit einen Geschenkkorb erhalten hatte, überraschte Pfarrer Hajek nach dem Gottesdienst Dekan Hösl und den ehemaligen Stadtpfarrer Winklmann für die Unterstützung und Ausdauer in den vergangenen Jahren. Dekan Hösl bekam eine Stola mit Franz von Assisi, Winklmann als "Mitgründervater" der Partnerschafts-Wallfahrt eine mit den heiligen Cyrill und Methodius, den Schutzpatronen Europas.

Bilderschau

Abschließend lud Pfarrer Hajek zur Bilderausstellung ein, die 25 Jahre Partnerschaftsarbeit zeigt. Nach dem Mittagessen wartete auf die Wallfahrer in Furth im Wald in der "Drachenhöhle" der Further Drache.
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