Viel Unrat und Sperrmüll am gemeindeeigenen Bauhof
Ärger über Müllsünder

Ein Dorn im Auge sind dem Leonberger Gemeinderat die wilden Müllablagerungen am Containerplatz des gemeindlichen Bauhofs. Bild: jr

Auf knapp 650.000 Euro an staatlichen Zuwendungen zur Entlastung des Haushalts hofft die Gemeinde Leonberg, wie Bürgermeister Johann Burger jetzt informierte. Für Verärgerung im Gemeinderat sorgten die wiederholten Müllablagerungen bei den Containern auf dem Bauhof.

"Wir haben alles mit aufgenommen, was geht", sagte Bürgermeister Burger zum Antrag auf den Erhalt von Stabilisierungshilfen in Höhe von 627.000 Euro. In der Begründung habe man unter anderem auf die Sanierung des Jugendheims, den Breitbandausbau, Straßen- und Brückensanierungen sowie den Anteil an der Grundschulsanierung in Mitterteich verwiesen. Hinzu kommt noch ein Antrag auf eine Bedarfszuweisung von 20.800 Euro wegen des Sollfehlbetrags 2014.

Bitte um Hinweise

Sauer stieß Johann Burger auf, dass Unbekannte zuletzt Autoteile, Kaffeemaschinen, Farbeimer, Schachteln und anderen Sperrmüll im Umfeld der Dosen- und Glascontainer auf dem gemeindlichen Bauhof hinterlassen hätten. Burger kündigte an, derartiges Handeln künftig rigoros anzeigen zu wollen. 3. Bürgermeister Alois Männer (CSU) ergänzte, dass er den Bereich schon öfters habe säubern müssen. "Das verursacht Kosten, die nicht sein müssten." Johann Burger bedauerte, dass eine Videoüberwachung nicht möglich sei. Zur Feststellung der Müllsünder bat er auch die Bevölkerung um Unterstützung. Etwaige Beobachtungen sollten ihm gemeldet werden - auf Wunsch würden die Hinweise auch vertraulich behandelt.

Wie Burger weiter berichtete, sei in den Bürgermeistersprechstunden der Wunsch nach Tempo 30 in Leonberg und Münchsgrün geäußert worden. Daher sollen demnächst dort sowie auch in Pfaffenreuth und Königshütte Geschwindigkeitsmessungen stattfinden. Im Anschluss wolle Burger die Ergebnisse im Gemeinderat präsentieren. Möglich seien Tempo-30-Zonen übrigens nur auf Ortsstraßen und nicht auf Kreisstraßen.

Ausgebessert werden sollen diverse Schlaglöcher bei Forkatshof und Altenhammer sowie je nach Bedarf auch in anderen Gemeindebereichen. Alois Männer wolle sich dieser Arbeiten annehmen. Max Zintl (CSU) wollte wissen, was dafür im Haushalt vorgesehen ist. "Nicht allzu viel, wir müssen sparsam sein", antwortete Bürgermeister Burger, was bei Zintl auf Kritik stieß: "Dann sind wir in einem Jahr wieder soweit."

Trotz enormer Eigenleistungen seien bei der mehrjährigen Sanierung des Kinderspielplatzes in Münchsgrün Kosten in Höhe von 1563,34 Euro angefallen, wie Bürgermeister Burger berichtete. Er erinnerte die Räte an einen Beschluss vom März 2009, wonach die Gemeinde die Hälfte der Materialkosten bei diesem Projekt übernimmt. Den Rest müsse die Dorfgemeinschaft tragen - in diesem Fall 781,67 Euro.

2. Bürgermeister Helmut Kipferl (Freie Wähler) war der Meinung, dass die Gemeinde die kompletten Materialkosten übernehmen sollte, wenn die Bürger schon selbst anpacken. Bürgermeister Burger betonte, dass an dem Beschluss von 2009 nicht zu rütteln sei. Die Mehrheit sprach sich schließlich für die Gewährung des Zuschusses in Höhe von 50 Prozent der Kosten aus, so wie 2009 entschieden. Max Zintl, Benjamin Haberkorn und Max Ernstberger (alle CSU) stimmten dagegen - sie hatten einen höheren Zuschuss gefordert.

Pumpwerk-Verstopfung

Zum Thema Jugendheimsanierung teilte der Bürgermeister mit, dass inzwischen der Estrich eingebaut worden sei. In anderer Form als bisher soll laut Johann Burger der Steilhang beim Feuerwehrhaus Königshütte angepflanzt werden - das Mähen in dem Bereich sei zu gefährlich. Abschließend appellierte der Bürgermeister an die Bürger, keine Lappen oder anderen Abfall in die Toilette zu werfen. Beim Abwasserpumpwerk in Hofteich sei es infolge von Verstopfungen zu Problemen gekommen.
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