Viel Zeit auf dem Spielplatz

Die Seele der Dorfgemeinschaft ist der Heimatverein mit seinen 96 Mitgliedern. Sie haben sich der Pflege des Brauchtums und der Mundart verschrieben. Im Mittelpunkt der Aktivitäten steht die Schutzhütte, wohin der Verein nicht nur zu den Jahreshauptversammlungen einlädt.

(bkr) "Stammgast" in der Schutzhütte ist Albert Gößner. Ihn zeichnete Vorsitzender Franz Pospischil für 25 Jahre Mitgliedschaft aus. Ebenso lange bringt sich der Vereinschef selbst aktiv ins Geschehen ein.

Vor seinem Jahresrückblick gedachte Franz Pospischil der seit der Gründung verstorbenen 18 Mitglieder, insbesondere Georg Melzner, von dem im Berichtszeitraum Abschied genommen wurde. Der 1985 aus dem Arbeitskreis Kinderspielplatz hervorgegangene Heimatverein kümmerte sich um den Erhalt des angrenzenden Spielplatzes und pflegte regelmäßig den Rasen. Die vom TÜV beanstandeten Spielgeräte sind laut dem Redner repariert worden. In der Schutzhütte sind die Vorhänge, Polsterungen und Tischdecken sowie die Küche und die Heizungsanlage erneuert worden. Etliche Stunden flossen in die Pflege der Geranien und des Terrassenhügels.

Hutzaabend und Schafkopf

Einen breiten Raum nahm die Brauchtumspflege ein. Neben dem Stärketrinken zählte Pospischil Faschingsveranstaltungen, Aufstellen des Maibaums mit Tanz, Johannisfeuer, Hutzaabend, Kirchweihfest, Besuch des Nikolaus und Jahresabschlussfeier mit musikalischen Einlagen auf. Ein Preisschafkopf durfte nicht fehlen, auch nicht im Dialekt vorgelesene Werke von Heimat- und Mundartdichtern.

Im Terminkalender standen darüber hinaus das Binden von Kränzen und ein Plätzchenbackkurs für Kinder. Sportlich betätigten sich die Mitglieder beim Wandertag nach Kemnath und der Fahrradtour zur Tauritzmühle. Ziel des Vereinsausflugs waren Karls- und Marienbad. Weitere Fahrten führten zur Brauerei Püttner und zu Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht nach Berlin. Dem Doppeleuropameister und Bronzemedaillengewinner der Behindertensportler, Daniel Scheil, galt ein gebührender Empfang. Der Vorsitzende erinnerte an die ganzjährige kostenlose Überlassung der Schutzhütte an die Kreismusikschule für den Unterricht ortsansässiger Kinder. Ausführlich in die Kasse blickte Anita Nickl. Michael Melzner und Josef Gößner bescheinigten ihr eine ordentliche Buchführung.

Die Gemeinde unterstütze die Arbeit des Heimatvereins, versicherte zweiter Bürgermeister Albert Sollfrank. Er bewunderte die hervorragende Zusammenarbeit und überreichte alte Landkarten, die in der Schutzhütte eine neue Heimat finden.
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