Viele Derbys zum Auftakt

Christian Kurz (rechts) vom SV zieht aus vollem Lauf ab. Der Abwehrspieler und seine Trischinger Teamkameraden haben gleich am ersten Spieltag mit dem TV Nabburg einen Nachbarn zu Gast. Bild:

Sie sind wieder da! Der SV Trisching und der SV Diendorf sind zurück in der Kreisklasse West und starten dabei gleich mit kniffligen Aufgaben.

Schwandorf. (lfj) Auf ein Neues! Die Kreisklasse West geht gleich mit einem halben Dutzend Aufsteigern und zwei Kreisliga-Absteigern in die neue Saison. So zählen die Absteiger DJK Gleiritsch und der 1. FC Schwandorf zum engeren Favoritenkreis, aber auch dem einen oder anderen alteingesessenen Team sowie einigen Aufsteigern wird zumindest eine gute Rolle zugetraut. Die Gleiritscher müssen gleich zum aufgestiegenen Fusionsverein SG Pertolzhofen/Niedermurach, der Club aus der Kreisstadt hat bereits am Samstagabend im Stadtderby Heimrecht gegen den nicht zu unterschätzenden SC Weinberg.

Weitere interessante Derbys liefern sich zum Auftakt der SV Trisching und der TV Nabburg, der TSV Trausnitz empfängt den SV Diendorf, der TSV Klardorf die Eintracht aus Schwandorf, der TSV Stulln den TuS Dachelhofen, der SC Kreith ist heiß auf Nachbar SV Haselbach.

1. FC Schwandorf       Sa. 19.00       SC Weinberg
Eine durchwachsene Vorbereitung hat Kreisliga-Absteiger FC Schwandorf hinter sich, aber zum Auftakt ist der Kader komplett. Das Stadtderby - beide Teams stehen sich zum ersten Mal in einem Punktspiel gegenüber - hat seinen besonderen Reiz. Der FC wird mit Trauerflor spielen, nachdem der langjährige Platzkassier Peter Diermeier in der Nacht zum Donnerstag verstarb. Auf dem Platz will der Traditionsclub aber Erfreulicheres abliefern und unter dem neuen Trainer Uwe Beinhölzl erfolgreich starten. "Für uns steht wieder der Klassenerhalt im Vordergrund", wagt Weinbergs Trainer Richard Wagner eine vorsichtige Prognose. Seine Truppe freut sich auf das Stadtderby beim "Club" vor einer stattlichen Kulisse. Bis auf zwei Verletzte kann der SC alle Spieler aufbieten, die alles dafür tun werden, um nicht leer auszugehen.

SV Trisching       So. 15.15       TV Nabburg
Eine gute Vorbereitung mit hoher Trainingsbeteiligung und die Aufstiegseuphorie stimmen Trischings Trainer Martin Heimler zuversichtlich, gut in die Saison zu starten. Auch wenn mit Raab, Luber und Öfner drei verletzte Spieler fehlen, ist das Ziel gegen Nabburg ganz klar ein Heimsieg, wobei der SV aber ohne Druck ins Match geht. Mit gemischten Gefühlen fährt der TV Nabburg zum Derby beim stark eingestuften Aufsteiger nach Trisching. Trainer Walter Bauer und die Verantwortlichen sind sich nach durchwachsener Vorbereitung sicher, dass dort nur mit einer konzentrierten Leistung etwas zu holen sein wird.

Pertolzhof./Niederm.       So. 15.15       DJK Gleiritsch
"Spielerisch muss sich die neugegründete Truppe noch finden", weiß der Co-Trainer der SG Pertolzhofen/Niedermurach nach nur vier Testspielen mit der kombinierten Mannschaft. Mit Absteiger Gleiritsch gastiert gleich ein schweres Kaliber in Pertolzhofen. Deshalb heißt es mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung dagegenzuhalten und etwas Zählbares auf die Habenseite zu bringen. Bis auf Kiener und Lang sind alle Mann an Bord. Nach vier Jahren Pause ist Alex Götz wieder im Trainergeschäft. Er sieht seine Mannschaft im Gegensatz zu anderen aufgrund wichtiger Abgänge aber nicht als Titelfavorit. Im sehr schweren Auftaktspiel beim Fusionsverein fällt Babl verletzt aus, weshalb der neue DJK-Coach mit einem Kampfspiel rechnet. Wiedersehensfreude gibt es mit dem neuen Trainer der SG, Claus Frank, mit dem er jahrelang zusammenspielte.

TSV Trausnitz       So. 15.15       SV Diendorf
Eine sehr durchwachsene Vorbereitung mit vielen personellen Ausfällen absolvierte der TSV Trausnitz. Zum Auftakt gegen den starken Aufsteiger aus Diendorf hofft Trainer Sebastian Lang, die vielen individuellen Fehler aus den Vorbereitungsspielen abstellen zu können. Bis auf B. Nahlovsky hat der Coach erstmals alle Spieler zur Verfügung, welche die Vorgabe haben, keinesfalls zu verlieren. Auch die Gäste wollen natürlich positiv in die neue Liga starten. "Wir müssen beim Derby in Trausnitz hundert Prozent geben, um dort etwas mitzunehmen", schwört Trainer Udo Braunschläger seine Truppe auf die schwere Aufgabe ein. Neben dem langzeitverletzten Fuchs ist der Einsatz von Holzgartner und Schweiger fraglich.

TSV Klardorf       So. 15.15       FTE Schwandorf
Die Vorbereitung bei den Klardorfern ist gut verlaufen, die Neuzugänge haben sich hervorragend eingefügt. Im Derby gegen die Eintracht erwartet der TSV eine sehr schwere Aufgabe, will aber das erste Heimspiel unbedingt gewinnen. Aktuell hat Eintracht-Neutrainer Thomas Stenzel nur zwei verletzte Spieler in seinen Reihen. "Natürlich wollen wir optimal in die Saison starten, dürfen dabei aber den Gastgeber TSV Klardorf auf dessen Platz nicht unterschätzen", warnt der Coach sein Team vor seinem ersten Auftritt.

TSV Stulln       So. 15.15       TuS Dachelhofen
Stullns Coach Georg Winkler war mit der Vorbereitung zufrieden. Mit Schieder beklagt der TSV einen weiteren Langzeitverletzten. Schwer einzuschätzen ist Dachelhofen für Winkler: Ein Aufsteiger, der sich beweisen wolle, sei immer gefährlich, warnt er. Insgesamt hat er aber mehr Alternativen zur Verfügung, so dass auf alle Fälle ein Heimsieg das Ziel ist. Die Anspannung beim Aufsteiger aus Dachelhofen ist vor dem Saisonstart groß. Zum einen gelang nur eine durchwachsene Vorbereitung, zum anderen fällt mit Donhauser der torgefährlichste Angreifer aus. Zudem fehlen Baumer, Schediwy, Frey und Möschl aus unterschiedlichen Gründen. "Ein Punkt wäre deshalb eine Riesensache", meint Trainer Oliver Birk, der bei einem der Titelanwärter defensiv antreten will.

SC Kreith       So. 17.00       SV Haselbach
Kreiths Coach Mario Albert muss im Nachbarschaftsduell gegen Haselbach mit Held, Kiendl und Meidinger zwar auf drei Stammspieler verzichten, doch "das Derby wollen wir zu Hause unbedingt gewinnen und optimal in die Saison starten", gibt der SC-Trainer die Marschroute aus. Ohne weitere Verletzte hat der SV Haselbach die Vorbereitung gut überstanden, der Trainingsbesuch war sehr gut. Der 5:1-Sieg bei der Generalprobe gegen den Amberger Kreisklassisten FC Schlicht steigert zudem das Selbstvertrauen der Haselbacher, die voller Vorfreude ins Derby beim SC Kreith gehen. Bis auf Käpitän Fischer sind alle Mann an Bord.
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