Viele Fragezeichen

"Wir brauchen vernünftige und menschliche Lösungen", zeigte sich der Leiter des Jugendamtes Klaus Egelseer überzeugt. Er dankte dem Michaelswerk für die Arbeit. Flüchtlinge seien ein sehr emotionales Thema, seit 2014 liege die Zuständigkeit im Bereich der Jugendhilfe. 3000 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kamen letztes Jahr nach Bayern heuer werde mit 13 000 gerechnet. 120 jugendliche Flüchtlinge betreue derzeit der Landkreis. Egelseer berichtete von Aufgriffen an der tschechischen Grenze, bei denen es gelte, die Jugendlichen schnell zu versorgen und unterzubringen. Schlafen, Versorgung, Wäsche, Betreuung, Schulunterbringung und weiteres müsse geregelt sein. Streng seien die gesetzlichen Forderungen und groß die Bürokratie, klagte der Jugendamtschef. Mitarbeiter des Jugendamtes und Betreuer leisteten bewundernswerte Arbeit, lobte Egelseer sein Team. "Die Arbeit stoße jedoch bald an ihre Grenzen, da die einzige Konstante momentan nur viele Fragezeichen sind", mahnte Egelseer. Er berichtete ebenso von 24 weiteren minderjährigen Jugendlichen, die nun im Jugendheim in Grafenwöhr untergebracht sind und vom "Learning Campus" betreut werden. (mor)
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